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Die Türkei setzt in Zukunft auf die Schiene

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HochgeschwindigkeitszugZu Wasser und in der Luft befindet sich die türkische Verkehr- und Logistikbranche bereits auf Erfolgskurs. Zu Lande, und dort mit High Speed auf der Schiene, will die Türkei die eigene Wirtschaftsleistung in diesem Sektor jetzt weiter vorantreiben.

Mit Großprojekten wie dem „Marmaray-Projekt“, dem Ausbau diverser Hochgeschwindigkeitsstrecken und der Modernisierung von Bahnhöfen hat sich die türkische Eisenbahn ehrgeizige Ziele für die kommenden Jahre gesetzt. Besonders im Bereich der Hochgeschwindigkeitszüge hat sie sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Hier belegt das Land heute bereits Platz 6 in Europa und Platz 8 weltweit. Doch ist der Ausbau weiterer Strecken längst geplant, wofür allein für die kommenden zwei Jahre ein Gesamtbudget von rund 3 Milliarden Euro geplant ist. Zusätzlich bemüht sich türkische Regierung um ausländische Investoren. Der Eisenbahnsektor bietet für ein Investment riesiges Potential.

Auch wenn die Türkei kein klassisches Bahnfahrerland wie die Schweiz, Österreich und Deutschland ist, wo jeder Bürger im Schnitt über 20 Bahnfahrten im Jahr unternimmt. So hat die türkische Regierung die Zeichen der Zeit erkannt und plant bis 2023 den Ausbau ihres 8687 Kilometer langen Eisenbahnnetzes, welches von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Türkiye Cumhuriyeti Devlet Demiryollari (TCDD) betrieben wird. Das dafür veranschlagte Budget liegt bei 23,5 Milliarden US-Dollar. Davon sollen insbesondere Hochgeschwindigkeitsstrecken gebaut und das Streckennetz modernisiert werden. Denn der Transport auf der Schiene wurde über lange Jahre zu Gunsten des Straßenverkehrs vernachlässigt. So bestehen sehr häufig viele Einzelverbindungen aber kein Schienennetzwerk. So wundert es nicht, dass 95 Prozent der türkischen Bevölkerung heute vorzugsweise mit dem Auto reist und rund 90 Prozent aller Güter per LKW transportiert werden.

Mit Highspeed von Ankara nach Istanbul

Besonders auf den Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecken legt die Türkei in Zukunft besonders viel Wert. Bis 2025 sollen 40 Millionen Passagiere auf diese Weise transportiert werden. Dabei spielt besonders der Ausbau der stark genutzten Strecke von Ankara nach Istanbul eine wichtige Rolle. Hier werden auf sieben verschiedenen Streckenabschnitten 533 Kilometer neue Schienen neben der bereits existierenden Strecke verlegt. Auf diese Weise soll die Anzahl der Bahnreisenden von aktuell 10 Prozent auf bis zu 78 Prozent erhöht werden. Vieles spricht dafür, dass dieses Ziel erreicht wird. Denn mit den zehn Hochgeschwindigkeitszügen, die dort verkehren  sollen die beiden Städte in nur noch 3 Stunden erreicht werden  Auch die Fahrzeiten der viel befahrenen Streckenabschnitte Ankara-Izmir oder Ankara - Eskisehir verkürzen sich erheblich auf lediglich eine Stunde Fahrzeit. Dies macht das Reisen und Transport mit der Bahn attraktiver und sorgt für eine stärkere Urbanisierung und Industrialisierung der Region um die beiden türkischen Metropolen. Das Gesamtbudget für den Ausbau aller High Speed Trassen beläuft sich aktuell auf rund 6,2 Milliarden Euro.

Investoren profitieren von staatlichen Förderprogrammen

Für ausländische Unternehmen, die an einem Investment im türkischen Eisenbahnsektor interessiert sind, hält die türkische Regierung ein starkes Incentive-Programm bereit. Für Großinvestitionen, bei denen die Projekte 50 Millionen Türkische Lira übersteigen, besteht die Möglichkeit der Mehrwertsteuerbefreiung, sowie die Reduzierung der Körperschaftssteuer.  Auch erhält der Investor staatliche Unterstützung bei der Zahlung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung. Vor allem im Bereich der Herstellung von Lokomotiven und Waggons für Eisenbahnen und auch Straßenbahnen lockt die Türkei mit regionalen Förderprogrammen. Basierend auf der Einteilung der Türkei in vier Wirtschaftsregionen profitieren Investoren hier bei einem Investment von drei bis fünf Millionen Türkischer Lira von massiven Steuererleichterungen und weiteren attraktiven Incentives. Darüber hinaus plant die TCDD den Bau von 12 Logistikzentren. Der türkische Eisenbahnsektor hat also Fahrt aufgenommen - höchste Zeit auch für deutsche Unternehmen auf den Zug aufzuspringen.

Über ISPAT

Die Investment Support and Promotion Agency of Turkey (ISPAT) ist die offizielle Agentur für Wirtschafts- und Investitionsförderung in der Türkei und untersteht unmittelbar dem Premierministerium. Die Organisation zeigt ausländischen Unternehmen Investitionsmöglichkeiten auf und leistet Hilfestellung bei der Expansion in die Türkei. Der Service der Agentur ist genau auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnitten und bietet so bestmögliche Unterstützung. Die ISPAT versorgt Investoren mit allen aktuellen Informationen, die für ein erfolgreiches Investment in der Türkei nötig sind. Die Agentur dient als erste Anlaufstelle für Unternehmen sowie als permanente Schnittstelle zu Behörden und Förderinstrumentarien auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Die ISPAT wird im Ausland durch Wirtschaftsbotschafter vertreten, die selbst unternehmerisch erfolgreich sind. Michael Maasmeier, geschäftsführender Gesellschafter der Counterpart Group, ist seit Gründung der ISPAT Wirtschaftsbotschafter der Türkei in Deutschland.

Verantwortlicher Pressekontakt: Carsten Hanke

Germany@invest.gov.tr

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