Schmuck
Bei einem Bummel durch die Stadt fallen Ihnen sicherlich die vielen Schmuckgeschäfte auf, die teilweise direkt nebeneinander liegend, sich, unserer Auffassung nach, doch selbst nur die Kundschaft rauben. Schmuck, vor allem Goldschmuck war immer ein großer Renner in der Türkei. Zwar sind die Preise für Goldschmuck hoch, doch bedingt durch ein sehr niedriges Lohnniveau und geringe Rohstoffpreise, weitaus niedriger als in Europa.
Da das Kaufinteresse in letzter Zeit merklich zurückgegangen ist, lohnt sich vielleicht gerade deswegen ein Bummel und der vielleicht daraufhin folgende Einkauf eines Schmuckstücks oder einer echten Armbanduhr immer noch sehr. Suchen Sie in Ruhe aus, lassen Sie sich den Goldpreis berechnen und vergleichen Sie Qualität der Arbeit und des Preises mit anderen Schmuckgeschäften. So sind immer noch Schnäppchen garantiert. Beim Kauf eines Schmuckstücks wird es kein Problem für das seriöse Geschäft sein, Ihnen die Echtheit der Steine und den Wert des Goldes zu zertifizieren. Diese Zertifikate sind internationale anerkannte Schriftstücke.
Auch wenn ein in Europa erworbenes Schmuckstück mal defekt sein sollte, es hier in der Türkei reparieren zu lassen ist eine gute Wahl. Denn die feine Handwerksqualität und der geringe Reparaturpreis lassen keine Wünsche offen.
Schmuck in Türkei ist oft überteuert
Idar-Oberstein (dpa/tmn) - Viele Touristen versprechen sich von einem Türkeiurlaub nicht nur Sonne und Meer, sondern auch das ein oder andere Souvenir. Besonders beliebt ist Schmuck, häufig aus Gold und mit Edelsteinen verziert.
Schmuck in der Türkei ist meist schlecht verarbeitet und teuer.
Das vermeintliche Urlaubsschnäppchen erweist sich zu Hause allerdings oft als Fehlinvestition: "Der dort verkaufte Schmuck ist häufig stark überteuert und schlecht verarbeitet", warnt Renate Scholl von der Deutschen Gesellschaft für Edelsteinbewertung (DeGEB) in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz).
Das traditionelle türkische Handwerk ist der Expertin zufolge durchaus "in Ordnung" - in den vergangenen Jahren sei allerdings eine Schmuckindustrie speziell für die Touristen entstanden. Der Schmuck werde als türkische Handarbeit angepriesen, es handle sich dabei in der Regel aber um in Serie hergestellte Stücke. Die Mängel zeigten sich bereits nach kurzer Zeit - vor allem an den Schließen und Verbindungen. "Oft sind auch die Steine schlecht gefasst", erklärt die Expertin.
Die Edelsteine sind zwar in der Regel echt, in einigen Fällen werde aber zum Beispiel die Farbe verändert. Besonders häufig komme das bei Rubinen vor. Der Verkauf der vermeintlichen Schnäppchen erfolgt laut Scholl meist direkt in den Schmuckfabriken, in die die Touristen gezielt gelotst werden.
Urlauber sollten grundsätzlich vorsichtig sein, wenn ihnen Schmuck zu vermeintlich günstigen Preisen angeboten wird: "Gold und Edelsteine sind an internationale Preise gebunden", erklärt Scholl. Wirkliche Schnäppchen können Touristen am Urlaubsort daher in der Regel nicht machen.
Anmerkung der Redaktion: Wie überall in der Welt kann der aufgeklärte, mündige Kunde selbst entscheiden, ob er beim Fachhandel oder beim "Ramscher" kauft! Und schwarze Schafe durch Touristenschlepper gibt es leider auch in Deutschland.



