Troja - Heinrich Schliemann
Troja dürfte eine der bekanntesten antiken Städte sein. Dies ist in erster Linie auf Homer zurückzuführen, der vor fast 3.000 Jahren die Geschichte der Stadt Troja in seinem berühmten Epos "Ilias" verarbeitete. Dieses Werk handelt von dem Herrscher Trojas, der die schöne griechische Helena nach Troja entführte. Helena war die Ehefrau des Königs von Sparta. Um Helena zurückzuholen belagerten die Griechen jahrelang vergeblich die Stadt, bis sie schließlich auf die List kamen, das berühmte Holzpferd zu bauen. Dieses Pferd zogen die Trojaner in die Stadt, weil sie glaubten, es handele sich um ein Geschenk der abgezogenen Armee. Als sich das Pferd in der Stadt befand, kamen die Spartaner aus ihrem Versteck im Inneren des Pferdes heraus und konnten die überraschten Trojaner endlich schlagen.
Der deutsche Wissenschaftler Heinrich Schliemann war von dieser Geschichte so fasziniert, dass er unbedingt den Ort des Geschehens finden wollte. Mit seinen Ausgrabungen und der Entdeckung des Goldschatzes von Troja machte er die antike Geschichte lebendig und sorgte für das heutige Interesse an den antiken Ruinen.
Leider sind heute nur noch wenige Ruinen zu besichtigen. Daher kann Troja im Vergleich mit Orten wie Ephesos oder Pergamon nicht mithalten. Hauptsächlich wegen der berühmten Geschichten um Troja ist die Stadt auch heute noch ein Besuchermagnet.



