Basilika Zisterne

 Dieser historische Platz erzählt seine Geschichte im Geräusch tropfenden Wassers, ein ebenfalls prächtiger Bau der Byzantiner am Platz Sultan Ahmet gegenüber der Hagia Sophia. Natürlich brauchte auch das antike Istanbul oder Konstantinopel schon immer riesige Mengen an Wasser zur Versorgung der Stadt. So wurde in den Jahren 527 bis 565 während des Byzantinischen Reiches ein System von unterirdischen Zisternen gebaut. Die größte von ihnen ist die Basilika Zisterne, die von dem Eroberer Justinian I im Jahre 542 erbaut wurde. Schnell wandelte sich ihr Name zu „Versunkener Palast“, weil die Vielzahl der aus dem Wasser ragenden Marmorsäulen mehr an einen Palast als an eine Zisterne erinnerten. Diese riesige Zisterne belieferte auch den späteren Topkapi Palast und seine Gärten nach der Eroberung Istanbuls durch Fatih Sultan Mehmet im Jahre 1453 noch immer mit ausreichend Wasser.

 

Eine der tragenden 336 Säulen zeigt einige Figuren, die wie Tränen aussehen. Man sagt noch heute, das waren die Tränen der Sklaven, die während des Baus der Zisterne ums Leben kamen. So erzählen die Säulen noch heute ihre Geschichte.

 Im hinteren Teil der Zisterne findet man als Fundament für die Marmorsäule zwei Medusaköpfe. Warum einer der Medusen kopfüber und der andere quer aufgestellt ist, bleibt wohl für immer ein Rätsel. Entnommen wurden Sie in jedem Fall einem antiken Gebäude des jungen römischen Zeitalters.

 Die Basilika Zisterne wurde 1985 – 1988 gesäubert, renoviert und ein hölzerner Spazierweg zwischen den 336 Säulen von der Stadtverwaltung Istanbuls eingebaut. Ein lohnendes Ausflugsziel.