Gaziantep
Der Bezirk Gaziantep, der auf äußerst fruchtbarem Boden liegt, ist neben seinen agrarischen Reichtümern auch das wichtigste Industrie- und Kulturzentrum der Region. Der innere Teil der Stadt beherbergt schöne architektonische Bauten, die das Produkt einer reichhaltigen Geschichte sind. Mit der heute noch erhaltenen Festung, den Karawansereien und den Gassen mit den historischen Häusern scheint man in Vergangenheit und Gegenwart auf einmal zu leben. Şehitler Abidesi, ein Denkmal von sehenswerter Schönheit, wurde zu Ehren der Gefallenen errichtet die während des Befreiungskrieges gegen die französische Besatzung gekämpft hatten und der Grund dafür waren, dass die Stadt Antep den Titel "Gazi" erhielt. Bei der Kendirli-Kirche dagegen handelt es sich um ein katholisches Gotteshaus, das die Franzosen vor 84 Jahren als Besatzungsmacht errichteten.
An der Stelle, an der der Euphrat die Türkei verlässt und nach Syrien fließt, befindet sich Kargamış, ein wichtiger historischer Ort, der Hauptstadt des spät-hethitischen Reiches war. Viele der Funde aus diesem Ort sind im Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara ausgestellt. Eine weitere sehenswerte hethitische Stadt ist Yesemek in der Nähe von İslahiye. In den Jahren 1200-800 v. Chr. wurde diese Stadt als Freiluft- Bildhaueratelier benutzt und war zugleich einer der ältesten Steinbrüche Anatoliens. Heute befinden sich in der Umgebung des Ortes 200 hethitische Statuen.
An der Stelle, wo sich der Merziman-Wildbach in den Euphrat ergießt, erhebt sich über steilen Felsen Rum Kale (römische Burg), die für das Christentum eine spezielle Bedeutung hat, weil in ihr, wie man glaubt, die erste Bibel aufbewahrt wurde. Im Zentrum der Burg befindet sich eine Zisterne, deren enorme Tiefe bis zum Euphrat hinabreicht. Belkıs (Zeugma), 10 km von der Kreishauptstadt Nizip entfernt, war in römischer Zeit eine bedeutende Stadt. Dieser sehenswerte Ort ist vor allem wegen der Mosaiken berühmt, die sich auf den Böden der damaligen römischen Gebäude befinden.




