Malatya
Malatya (hethitisch Melid) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Anatolien. Es ist ein sehr bergiges Gebiet. Die Stadt hat 381.081 Einwohner laut dem Stand von 2000.
Historischer Hintergrund
Die einst hethitische Stadt Milid kam später unter assyrische, persische, seleukidische, römische und byzantinische Herrschaft und gehörte dann zum seldschukischen Sultanat Rum. Als 1243 die Mongolen einfielen, versuchten viele Einwohner, nach Syrien zu fliehen, wurden aber von den Mongolen gefangen genommen.
Dem monophysitischen Metropoliten Dionysos gelang es, einen Frieden mit den Mongolen auszuhandeln so das die Stadt übergeben werden konnte, ohne geplündert zu werden. 1273 litt die Stadt sehr unter arabischen Angriffen, zahlreiche Einwohner umliegender Ortschaften wurden als Sklaven verkauft. 1516 fiel Melatia an die Osmanen.
Die sehr frühe Besiedlung der Region zeigt sich an der in der Umgebung liegende spätjungsteinzeitliche Stadt Arslantepe.


