Es ist ein richtiges Volksfest! Am 30. August eines jeden Jahres wird des Sieges im Unabhängigkeitskrieg 1922 gedacht. In jeder Stadt, in jeder Gemeinde finden Gedenkfeiern des Militärs, aber auch Folklorevorführungen - z.B. von Kinder- und Jugendgruppen statt.
Zum geschichtlichen Hintergrund:
Ermutigt von den Allierten Siegern des 1.Weltkrieges waren griechische Truppen 1919 an der türkischen Küste gelandet und später bis weit ins anatolische Hinterland vorgerückt. Eigentlich war ihnen nur Izmir und die Ägäis-Küste versprochen worden. Doch die griechischen Truppen trafen bei ihrem Vormarsch auf keinen nennenswerten Widerstand. Der türkischen Befreiungsbewegung um Mustafa Kemal gelang es, den griechischen Vormarsch zurückzuschlagen.
Dieses Sieges wird am 30. August gedacht.
Und so ging's weiter:
Sieger und Besiegte trafen sich dann Ende 1922 am Genfer See wieder. Unter der Aufsicht der Allierten verhandelten Türken und Griechen in Lausanne über einen Friedensvertrag. Der Völkerbund empfahl: Die griechischen Muslime und die Griechisch - Orthodoxen aus Anatolien gegeneinander auszutauschen. Ausnahmen galten nur für Istanbul und den griechischen Teil Thrakiens, dem Land auf der anderen Seite des Bosporus. Daraus entwickelte sich die größte völkerrechtliche Wanderung der europäischen Geschichte. Aus Griechenland kamen 400.000 Türken in die Türkei und von dort über eine Million Griechen nach Griechenland.






