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Limes – Grenzlinie oder Schneise

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limes_deutschlandHin und wieder taucht in unseren Texten auch der Begriff „Limes“ auf, also wird es Zeit auch dazu etwas zu sagen. Der Begriff Limes entstammt der lateinischen Sprache der antiken Römerreiche, die damit einen Weg oder eine Schneise bezeichneten, die als Grenze oder Abgrenzung diente.

Bezeichnender Weise werden also Grenzverläufe gegenüber anderen Staaten oder Völkern auch mit Limes oder Limites (Plural) bezeichnet, wenn sie zur eigenen Sicherheit mit Grenzsicherungssystemen in Form von Wachtürmen oder Palisaden befestigt oder gar als Grenzwall angelegt waren.


Hat man ursprünglich nur einen „Grenzstreifen“ frei geholzt um eine bessere Sicht und dadurch eine bessere Kontrollmöglichkeiten zu schaffen, so begannen die Römer damit Holzpfosten als Grenzmarkierungen zu setzen, die dann unter Kaiser Gaius Julius Caesar zu befestigten Abgrenzungen mit Palisaden und Wachtürmen ausgebaut wurden. Diese Befestigungen gab es häufig auch entlang der Heerstraßen, die durch Feindesland führten.




Einige der bekannten Limites sind der Obergermanisch-Rätische Limes in Deutschland, der mit 550 Kilometer Länge das zweitlängste Bodendenkmal der Welt (nach der Chinesischen Mauer) ist oder der Hadrianswall in Großbritannien gegen die vordringenden Schotten. In beiden Fällen nimmt die Wissenschaft heute an, das die Konstruktionen nicht zur eigentlichen Abwehr von Feinden gedacht waren sondern eher eine Art Frühwarnsystem zur Kontrolle der Gebiete und der schnellen Nachrichtenübermittlung. Häufig dienten die Limites auch dazu, Zollgrenzen zu markieren, so das an den Öffnungen um Grenzsystem häufig auch Handelsplätze bildeten, die dann wie Marktplätze wirkten.


In vielen Ländern waren die Limites durchaus natürliche Gegebenheiten, die zur Grenzsicherung genutzt wurden. So waren es in Deutschland die großen Flüsse Rhein und Donau, die das römische Reich vor den eindringenden Germanen schützen sollten. Mit schnellen Ruderbooten ausgestattet, wurden die Grenzflüsse von Patrouillen überwacht. Hier sprachen die Römer dann von einem nassen Limes oder einer „ripa“ (lat. Für Ufer). IN anderen Ländern in Nordafrika z.B. bildete eine lose Reihe von Kastellen und Wachtürmen den Limes.

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