Deutsch (DE-CH-AT)English (United Kingdom)Turkish (Turkiye)
A+ R A-

Sarkophag

E-Mail Drucken PDF
Sarkophag war ursprünglich der Name einer Steinart. Sie wurde bei Assos in der Troas gebrochen, konnte gespalten werden und sollte Leichen, die man in daraus gefertigte Särge legte, innerhalb von 40 Tagen mit Ausnahme der Zähne verwesen  lassen. Es handelte sich dabei um den Alumen schisti Linnés, eine Art Alaunschiefer, womit man die Särge zur Beschleunigung der Verwesung gewöhnlich nur auslegte. Der Name Sarkophag wurde dann auch auf jeden anderen Steinsarg übertragen.

In Griechenland waren Steinsarkophage in ältester Zeit nicht üblich. Man verwendete dafür aus einzelnen Ziegeln oder Tonplatten zusammengesetzte Behälter. In den ausgemauerten Grabmauern setzte man den Leichnam in hölzernen Särgen bei, die sich noch in den Gräbern der Krim gefunden haben. In Etrurien  waren an Stelle der Sarkophage die so genannten Aschenkisten  getreten, kleine, aus Ton oder Alabaster  gefertigte, bunt bemalte Urnen, vorne mit Reliefs, die auf dem Deckel meist mit der ganzen, gelagerten Figur des Verstorbenen geschmückt waren.

Bei Plinius heißt es: "Auf Assos in Troias wird der Stein Sarcophagus, mit spaltbarer Ader, zerschnitten. Die in ihn gelegten Körper Verstorbener werden, wie man bestimmt weiß, innerhalb 40 Tagen bis auf die Zähne verzehrt". Als Anmerkung erwähnte Külb "Der Alumit oder Alaunstein", da gewöhnlich die Särge zur Beförderung der Verwesung damit ausgelegt waren. Noch jetzt stehen solche Särge bei Assos auf Piedestalen. Juvenal erwähnt die Beisetzung Alexanders des Großen in einem Sarkophag.



Ab diesem Zeitpunkt kommen in Griechenland die eigentlichen Sarkophage auf. Es sind anfangs ziemlich große, aus Marmor gefertigte, kastenartige Behälter, die meist architektonisch in Form von Tempeln gegliedert sind, mit einem Giebeldach als Deckel und die Reliefs der Seitenwände noch monumental aufgefasst.

Daraus entwickelt sich die römische Form des Sarkophags, der durchschnittlich kleiner und mit reichlicherem Reliefschmuck versehen ist. Die Szenen darauf sind meist der Mythologie  entnommen, haben aber oft auch einen Bezug auf die Tätigkeit, die Eigenschaften und Vorzüge des Verstorbenen. Obwohl es sich dabei um mythische Figuren handelt, wird ihnen oft das Porträt des Bestatteten und seiner Gattin verliehen.

In den römischen Provinzen wurden zahlreiche Sarkophage gefunden, die nur schlichte oder gar keine Reliefverzierung aufweisen. Gesteinsuntersuchungen legen nahe, dass diese sehr einfachen Exemplare wohl häufig aus regional vorkommenden Steinarten angefertigt wurden.

Neueste Artikel

Das perfekte Vogel-Dinner!

Portal Editor | 02 Feb 2012 | Hits:19

Aktualisierte Regeln zur Krankenversicherung

Portal Editor | 01 Feb 2012 | Hits:64

Purpur – die Farbe der Könige und Herrscher

Portal Editor | 27 Jan 2012 | Hits:78

Der Euphrat-Limes, die römische Grenzsicherung im …

Wofgang Dorn | 26 Jan 2012 | Hits:98

Panoramawohnung mit Blick auf das Mittelmeer und d…

Portal Editor | 26 Jan 2012 | Hits:77

Mietwohnung - Auf Dauer oder als Langzeit-Ferienwo…

Portal Editor | 24 Jan 2012 | Hits:123

Orakel – Weissagung oder Hellsehen

Portal Editor | 22 Jan 2012 | Hits:97

Newsletter

Wer ist Online

Wir haben 974 Gäste online

Besuchen Bilder Galerie

Kultur und Reise Magazin

Journal-9

Türkei Begleiter

Login

Registrieren

*
*
*
*
*

Alle Felder mit * müssen ausgefüllt werden.