
Syedra war eine
antike Stadt im rauhen
Kilikien (Kilikia Tracheia) an der Südküste
Kleinasiens, 18 km südöstlich von
Alanya, 24 km nordwestlich von Selinus, dem heutigen
Gazipaşa in der
Türkei. Ein kleines Straßenschild an der Hauptverkehrsstraße
weißt auf das historische Syedra hin. Diese schmale Straße führt etwa 3 Kilometer bergan, führt über einen Schulhof und endet außerhalb der alten Stadtmauer.
In der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. erstmals literarisch erwähnt und zu
Kilikien gerechnet, gehört Syedra nach einer Phase unklarer Herrschaftsverhältnisse spätestens seit Tiberius zur Provinz Pamphylia.
Die Ruinen der Stadt liegen auf einer 240 Meter hohen Bergkuppe über der Küste. Die
Architektur besteht aus Bruchsteinmauerwerk, das ehemals wohl mit Kalkputz verdeckt war. Auf den Felsterrassen sind die Bauten an teilweise engen hangparallelen Treppengassen gestaffelt.

Im Zentrum findet sich eine Kolonnadenstrasse mit Granitsäulen. Zu den öffentlichen Bauten zählt eine Profan-
Basilika und eine Thermenanlage, ferner eine natürliche Felshöhle, die als Quellhaus genutzt wurde. Daraus gespeist wurden mehrere große Zisternen. Zu sehen sind auch Reste von spätantiken Befestigungsmauern. Bisher ist nur eine frühbyzantinische Kirche nachgewiesen, mit einer mittelbyzantinischen Kleinkirche als Nachnutzung. Südwestlich der Stadt befindet sich die kaiserzeitliche Nekropole.
Beachten Sie auch besonders die herrliche Aussicht von den Ruienen aus über das offene Meer und die Bananenplantagen. Sie werden auch den kleinen natürlichen Hafen erkennen, der direkt vor Syedra am Meer liegt und gut vorstellbar ist der Handelsbetrieb in vergangener Zeit. Heute noch kommen die Ausflugsschiffe von
Alanya hierher um die Gäste zum Schwimmen zwischen den vorgelagerten Felsen zu bringen.