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Kalkan - weiße Villen im griechischen Stil!

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kalkan_1Kalkan ist die kleine Variante von Kas, jedoch die wohl Exquisitere. In mehreren Terrassen fällt das ehemalige Fischerstädchen zum Meer ab. Es gibt viele Restaurants rings um den kleinen Hafen herum. Darüber liegen weiß getünchte Villen im griechischen Stil umgeben von kleinen niedlichen Häuschen die eng an den Berghängen liegen. Kenner nannten Kalkan eine lange Zeit das Portofino der Türkei. Heute ist der Vergleich ein wenig veraltet. Namen wie Torquay oder Saint Ives während wahrscheinlich passender.

kalkan_2Denn Kalkan, bis 1922 ausschließlich von Griechen bewohnt, ist zu einer britischen Enklave geworden. Inzwischen haben sich viele ältere Bürger der Insel, Kalkan als ihren Sommerwohnsitz gewählt, so dass man bereits munkelt, dass Kalkan die erste türkische Stadt mit einem britischen Bürgermeister werden wird. Leider ging mit dieser Entwicklung auch ein riesiger Bauboom ein her. So entstand an der Bucht im Westen des alten Kalkan die Villen und Appartement Ansiedlung Kalamar, das Gegenstück dazu in der anderen Richtung wird Kisla genannt. Auch wenn Kalkan noch viele weitere Jahre wild wuchert , wird es noch Jahre dauern, bis das ganze Puzzle vollständig zusammengesetzt ist.



kalkan_3Kalkan ist ein ehemaliges Fischerdorf über welches viele Legenden im Umlauf sind. Es gibt die Sage einer Frau, die von der nahen Insel Meis regelmäßig mit ihrem Boot zur Küste kam, um hier ihre Waren an die umliegenden Dörfer zu verkaufen. Anscheinend hat die Dame ziemlich viele gute Geschäfte gemacht, da aus ihrer Anlegestelle der größte Ort weit und breit entstehen konnte. Eine andere Legende erzählt die Geschichte eines Dorfbewohners aus diesem Gebiet. Die Lykische Küste soll im 19. Jahrhundert regelmäßig von marodierenden Banden ausgeplündert worden sein. Ein Bauer hat sich selbst und seinen Bauernhof mit einem selbstgebauten Schild und Waffen gewehrt und seine Farm verteidigt. Ab diesem Tage Zeit wurde er "Kalkanli" genannt, auf Deutsch "der mit dem Schild". Kalkan auf türkisch bedeutet Schild oder auch Steinbutt in Deutsch. Vielleicht gibt es ja auch hierzu eine weitere Geschichte.

Kalkan ist ein ausgezeichneter Platz für ausgedehnte lange Wanderungen im Mittelteil des “Lykischen Wanderweges”. Es besteht die Möglichkeit eine Tageswanderung in die Hochlagen nach “Bezirgan”, ein ursprünglicher Wohnort der Bewohner von Kalkan zu machen oder man wandert an der Küste entlang bis zu den Dünen von Patara.

In der Nähe von Kalkan liegen die Ruinen von Xanthos (Hauptstadt der Lykier) und andere antike Stätte wie Letoon, Patara und etwas weiter weg Pinara. Alle diese Sehenswürdigkeiten lassen sich sehr einfach und günstig mit einem Dolmus (Sammeltaxi) erreichen. Außerdem hat man in Kalkan die Möglichkeit an verschiedenen Tauchkursen und -ausflügen teilzunehmen. Diverse Ausflugsboote bieten Tagestouren zu Badebuchten und Badestränden an. Für einen Aufenthalt in Kalkan stehen eine Reihe von Pensionen zur Verfügung.

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