Die in einer Stadt zurückgelegten Wege sind zu 50 Prozent drei bis fünf Kilometer lang, also mit einem Fahrrad gut zu bewältigen. Vielfach besteht auch die Möglichkeit, Fahrräder in Nahverkehrsmitteln mitzunehmen (besonders in U- und S- bzw. Stadtbahnen, aber auch Bussen). In einigen Ländern sind an Bussen Fahrradträger angebracht. Dadurch ergibt sich eine Kombination aus Individualverkehr (Bike) und öffentlichem Verkehr (Ride). Der Slogan „Bike and Ride“ steht für die Möglichkeit, auch aus größerer als Fußweg-Entfernung zur Haltestelle zu gelangen. Zu diesem Zweck sind an wichtigen Bahnhöfen Fahrradstationen mit Serviceeinrichtungen und Fahrradparkhäuser entstanden. So ist es mit Hilfe des Fahrrades durchaus möglich, in Stadt und Land auch größere Entfernungen zurückzulegen.
Öffentliche Fahrräder an Fahrradmietstationen sind ein Angebot in verschiedenen Städten, um den innerstädtischen Verkehr zu entlasten und den Umweltschutz zu fördern, aber natürlich auch, um dem Diebstahl entgegenzuwirken. Als energiesparendstes Fortbewegungsmittel überhaupt kann das Fahrrad einen Beitrag dazu leisten, die im Kyoto-Protokoll vereinbarte CO2-Reduktion zu erreichen.
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Bücher über Radreisen veröffentlicht. Spielten in den darauffolgenden Jahrzehnten Radreisen beim sich entwickelnden Tourismus aber eine eher geringe Rolle, so wächst besonders in Europa in den letzten Jahren die Bedeutung des Radtourismus. Durch die Anlage von Radfernwegen und regionaler Radroutennetze, gelingt es in vielen Regionen, Touristen für diese ökologische Variante des Urlaubes zu gewinnen.
Auch in der Türkei wird dieser Trend zunehmend spürbar, kümmern sich doch bereits einige Städte und Gemeinden um den zügigen Ausbau von Radwegen und stellen an Knotenpunkten Leihfahrräder (öffentliche Räder) zur Verfügung. Auch das Angebot an Fachhändlern zeigt einen deutlichen Trend nach oben und wird von Einheimischen wie Neuansiedlern verstärkt genutzt.
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