In der Zeit vom 16. bis zum 19. Februar 2011 fand in Antalya die 18. Messe für Speisen und Getränke „Food Products“ statt. Im Verlauf des letzten Jahr waren wir von einigen Firmen, die als Aussteller die Messe zur Vorstellung Ihrer Produkte nutzen wollten, eingeladen worden, um ihre Messestände zu besuchen.
Am letzten Tag der Messe konnten wir somit eine Fahrt nach Antalya auch zum Besuch der Food Products Messe nutzen.
Wie schon in den letzten Jahren gab es im Eingangsbereich großes Gedränge, denn viele Besucher strömen hierher um ihren Teil an Speisen und Getränken zu verköstigen, der normalerweise nicht auf dem eigenen Speiseplan steht. Zu groß ist die Verlockung auf die unbekannten und zugleich „freien“, sprich kostenlosen Speisen und Getränke. So bleibt es denn auch nicht aus, das es trotz verbesserter Organisation mit Kanalisierung der Besucherströme durch Sperren, immer noch einige Unverbesserliche das System der Anmeldung an der Rezeption mit dem Erhalt der Messeeintrittskarte nicht durchschaut haben und nun mit lauten Geschrei den direkten Eintritt in das Gelände mit dem Einladungsgutschein verlangen. Schwerstarbeit für das Sicherheitspersonal.
Glücklicherweise zerstreuten sich die Massen in den Hallen recht schnell und somit ist in den Hallen selbst wenig von der Hektik am Eingangbereich zu spüren. Wie müssen Teile der Besucher verwundert schauen und denken wenn sie mit heißen Discoklängen und ebensolchen Frauen in wirklich kurzen Röcken empfangen und zum Konsum von Powerdrinks eingeladen werden. Welten, die hier aufeinandertreffen.
Wir sind mehr an den neuen Produkten aus Frankreich und auch aus Deutschland interessiert, die hier erstmalig vorgestellt werden. Insbesondere sind es die Backwaren, die in tief gefrorenem Zustand angeliefert nur noch aufgetaut und aufgebacken werden müssen. Viele namhafte europäische Firmen sind Kooperationen mit türkischen Firmen eingegangen und so findet man Croissants, Körnerbrötchen, Bauernbrot und Schwarzwälderkirschtorte in vielen Variationen, die begeistert von den Hoteliers angenommen werden und somit schnellen Einzug in das hiesige 5 Sterne All-Inclusive Business nehmen werden. Gleiches gilt auch für viele Käsesorten, die aus Frankreich oder Deutschland importiert werden.
Uns interessiert zur Mittagszeit der Stand des Nudelherstellers Barilla besonders, ist doch dort der ehemalige Koch von Pavarotti, Maitre Fabio Foltran, am Werke, der heute in den Sommermonaten als Chefkoch im Mona Alaçatı Restaurant tätig ist. Der ursprünglich aus Venedig stammende Koch war uns schon im letzten Jahr aufgefallen, so interessant und Abwechslungsreif sind seine Pastagerichte die er auf dem Messestand vorbereitet und verteilen lässt. Unterstützt wird er von dem Kollegen Berkin Baykoc, der ebenfalls in Italien ausgebildet wurde und somit Pastaspezialist ist. Allein dies ist Grund genug, den Messestand zu besuchen.
Wir nutzen dann zum krönenden Abschluss noch den Kaffeestand eines italienischen Anbieters um ein frisches Croissant direkt aus Frankreich in den Filterkaffee zu tauchen und den herrlichen Buttergeschmack des Croissants zu genießen. Hat auch seine positive Seiten, diese Globalisierung.






