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Aspendos - antike Stadt

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aspendosAspendos, als Theaterbau Roms weltbekannt, liegt 46 km östlich von Antalya an der Straße nach Alanya. Weniger bekannt ist Aspendos, die antike griechische Stadtgründung in Pamphylien in Kleinasien, in der Nähe des Dorfes Balkesu oder Belkis an der Südküste der jetzigen Türkei.

Bislang haben in Aspendos kaum Ausgrabungen stattgefunden, alle aufragenden Gebäude stammen aus der römischen Zeit des 2. und 3. Jahrhunderts n. Chr., als Aspendos ein bedeutendes pamphylisches Handelszentrum war.

Aspendos soll nach der griechischen Überlieferung etwa im 12. Jahrhundert v. Chr. von Siedlern aus dem peloponnesischen Argos gegründet worden sein. Der legendäre Seher Mopsos, der auch von Städten wie Perge als Stadtvater verehrt wurde, galt als einer der Gründer.

Literarisch belegt ist die Schlacht am Eurymedon. Als Hafenstadt war Aspendos früher durch den Fluss Eurymedon (heute Köprü Çayı) mit dem Meer verbunden und dadurch zu bleibendem Wohlstand gekommen. Im letzten Kampf der Perserkriege schlug dort der athenische Feldherr und Flottenführer Kimon 466 v. Chr. die Perser in einer Doppelschlacht zu Land und zu Wasser. Seitdem markierte der Eurymedon politisch die Sphärentrennung zwischen dem östlichen persischen Einflussgebiet und dem griechischen Kleinasien im Westen. Unter Alexander dem Großen wurde Aspendos nach anfänglichem Widerstand tributpflichtig. In römischer Zeit vermochte die Stadt ein vorwiegend gutes Verhältnis zu Rom aufzubauen und gelangte als bedeutender Handelsplatz der Region zu ihrer größten Blüte. Insbesondere der Export von Wein, Öl, Salz und Pferden brachte Aspendos Reichtum und Wohlstand. Aspendos war Sitz eines Bischofs; auf das Bistum geht das Titularbistum Aspendus der römisch-katholischen Kirche zurück.

Die Stadt hatte eine sehr wechselvolle Geschichte und stand im Verlauf von 800 Jahren unter lydischer, persischer, griechischer, ptolemäischer, seleukidischer, römischer, byzantinischer und seldschukischer Herrschaft. In der byzantinischen Periode wurde die Stadt eine Zeit lang Primoupolis genannt. Aus ihrer griechischen Geschichte ist wenig bekannt – Grabungen können zukünftig sicherlich mehr Erkenntnisse über die vorrömische Epoche bringen.

Das Theater von Aspendos ist Teil der antiken Stadt Aspendos. Das Theater ist ein römischer Bau, dessen Bühnenhaus in vollständiger Höhe erhalten geblieben ist. Die Innenseite zur früheren acht Meter breiten Holzbühne war mit reichhaltigem Säulenschmuck, Balkenwerk, Friesen, Rosetten und Ornamenten verziert, wovon die heutigen Reste noch einen guten Eindruck geben. Der zentrale Giebel in der Wandmitte ist erhalten und zeigt ein Relief des Dionysos. Unterhalb der Mauerkrone sind noch die Einlassungen erkennbar, auf denen eine schräge Holzkonstruktion ruhte, welche die Bühne überspannte und für eine noch bessere Akustik sorgte.

Vermutlich wurde der Bau im 2. Jahrhundert n. Chr. zur Zeit des Antoninus Pius (138–161) oder Mark Aurel (161–180) errichtet. Die Cavea umfasst 39 Sitzreihen, die durch einen Zwischengang (Diazoma) geteilt werden, und bietet 20.000 Zuschauern Platz. Da die Seldschuken das Theater im Mittelalter als Karawanserei nutzten, wurde es fortwährend repariert und nach Erdbeben wiederhergerichtet. Dieses erklärt den guten Erhaltungszustand im Vergleich zu den Gebäuden der Umgebung.

Das Theater gehört zu den öffentlichen Bauten der unteren Stadt. Weiter südlich liegen die Reste der Thermen und der Sportanlage, des Gymnasions. Nordöstlich befindet sich das weniger gut erhaltene Stadion. Westlich des Theaters liegt die Akropolis (dtsch. Burgberg) mit der oberen Stadt von Aspendos. Sie war mit einer eigenen Mauer gesichert, ein Stadttor ist noch erhalten. Neben zahlreichen Zisternen wurde die Wasserversorgung durch einen heute noch hervorragend erhaltenen Aquädukt sichergestellt, der aus der nördlichen Ebene zur Stadt hinführt.

Die noch weitgehend hoch aufragenden römischen Baureste auf dem Akropolishügel gruppieren sich dreiseitig um einen rechteckigen Platz. An den Langseiten im Westen und Osten wird er von langgezogenen Markthallen begrenzt. Der östliche Bau ist 142 Meter lang, schließt am Südende mit einer Exedra ab und endet im Norden mit einem mächtigen, 15 Meter aufragenden quadratischen Bau. An der Nordseite des Platzes dominiert die zweigeschossige Fassade eines Nymphaions, das vermutlich vom Aquädukt gespeist wurde. Nischen für Skulpturen und vor gelagertes Gesims für Säulen und Giebel zeugen für ursprünglich prachtvolle Ausstattung. Das dahinterliegende Gebäude an der Nordwestecke diente wahrscheinlich als Bouleuterion (dtsch. Ratssaal). Die Oberstadt ist zum Teil nur mit steinigen Trampelpfaden durchs Gebüsch und wenigen Schildern erschlossen und sonst weitgehend sich selbst überlassen, so dass das Areal üppig bewachsen ist. Den Weg dorthin nehmen nur wenige Touristen.

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