Bodrum
Der Ort Bodrum liegt an der Südküste der gleichnamigen Halbinsel. Erstklassige Hotels, das Thermalbad Karaada, die natürlichen Strände, Yachttouren, Wassersport- und Tauchmöglichkeiten, Restaurants und Vergnügungsstätten haben Bodrum zu einem weltbekannten Tourismusort gemacht. Aber Bodrum verfügt auch über eine kulturhistorisch interessante Vergangenheit.
Es ist bekannt, daß die Region ca. 3000 v.Chr von den Kariern besiedelt wurde, die einem Stamm der Etrusker/Luwer zugehörten. Der Name der Stadt lautete ursprünglich „Alukanassa", d.h. „Burgstadt der erleuchteten/ kenntnisreichen Karyalier". Der Name der zum antiken Karien gehörenden Stadt wurde später in „Halikarnassos" geändert.
Und wenn Sie für Ihren Aufenthalt in Bodrum eine Ferienwohnung benötigen, unser Angebot mit angeschlossener Buchungsmöglichkeit bietet für fast jeden Geschmack preislich attraktive Angebote
Der wichtigste Bewohner der Stadt war der Historiker Herodot. Die Region fiel im 6.Jhd.v.Chr unter lydische, später unter persische Herrschaft und war mehrfach Anführer bei Aufständen gegen die Helenen. 480 v. Chr. kam es bei einem, unter der Königin Arthemisia gegen die Helenen geführten - und auch gewonnenen - Seekrieg zu einer Auseinandersetzung mit der männlichen Flottenbesatzung. Die Stadt, die Mitglied der karischen Union war, wurde unter Mausollus deren Hauptstadt. Nach dessen Tod ließ seine Frau ein Grabdenkmal errichten. In der Antike gewann die Stadt eine große Seeschlacht gegen Rhodos, und auch den Makedonieren hielten sie eisern Stand.
Weitere Bilder zu Bodrum finden Sie in unserer Bildergalerie!
Daraufhin geriet die Region unter ägyptische Herrschaft und später unter die Herrschaft von Seeräubern. Mitte des 1. Jht. folgte die römische Oberhoheit. Während der byzantinischer Herrschaft folgte eine ruhige Periode, die Stadt wurde aber im Mittelalter Unterkunft der Kreuzritter aus Rhodos. Im 13.Jht. fiel die Stadt an den Turkmenen Menteşe Bey, dann wieder an die Kreuzritter und schließlich an die Osmanen. Das wichtigste antike Zeugnis ist heute das Grabdenkmal des karischen Königs Mausellos. Das Mausoleum, das eines der sieben Weltwunder darstellt, wurde nördlich der Agora auf dem Felsenfundament mit vier Abteilungen erbaut. Die Höhe betrug 55 m und es wurde von einer Galerie mit 36 Säulen umgeben, auf der sich ein pyramidenförmiges Dach mit 24 Stufen befand. An der dreieckigen Stirnfront sind die Statuen von König Mausollus und seiner Frau Arthemisia in einem vierspännigen Wagen zu sehen.
Heute sind an der Ostseite Reliefs mit mythologischen Begebenheiten zu sehen. Vor der Akropole und am Nordhang des heutigen Ortes ist ein Theater mit 34 Cavea und Meeresblick zu sehen. Südlich des Theaters liegen die Reste des Apollotempels und Felsgräber. Am Hafen bei der Salamakis Agora befindet sich ein Brunnen und am äußersten Punkt der Halbinsel wurde 1415 von den Kreuzrittern eine 180x185 m große Burg errichtet, auf der 249 Ritterwappen zu sehen sind. In der Burg befindet sich das einzige Unterwassermuseum der Türkei, in dem Ausgrabungsobjekte der Region und Funde der Unterwasserarchäologie zu sehen sind.
Wir empfehlen die Reiseführer aus dem Michael-Müller-Verlag:
Westküste
Die türkische Westküste mit ihren zahlreichen Highlights bedient die vielfältigsten Urlaubswünsche: Antike Perlen wie Troja, Ephesus oder Pergamon warten auf Hobby-Archäologen, Izmir, die brodelnde Metropole der türkischen Küste, lädt ein zum trubeligen Städte-Sightseeing, zahlreiche Badeorte bieten Strandvergnügen pur. Neben detaillierten Reisebeschreibungen bietet das Buch ein umfassendes Servicepaket mit Hinweisen zu Restaurants und Unterkünften, den schönsten Strände, den besten Verbindungen, den seriösesten Autoverleihern oder den nächsten Internet-Cafés.
Türkei Westküste Bussmann, Michael / Tröger, Gabriele 256 Seiten 2. Auflage 2006 farbig 15,90 EUR 15,90 EUR 28,50 sFR lieferbar ISBN 3-89953-327-5
Hier versandkostenfrei (innerhalb Deutschland) online bestellen:






