Foça
Der reizvolle Ort, nur 70 Kilometer von Izmir entfernt, ist eine beliebte Urlaubsdestination mit schönen und sauberen Sandstränden, gepflegten Restaurants, Unterkünften und einigen weiteren Attraktionen. Foça verfügt über zwei natürliche Buchten (Büyükdeniz und Küçükdeniz) und rühmt sich wegen ihrer vorgelagerten Inseln; eine davon, die "Sireneninsel", wurde in vielen Mythen erwähnt.
Das heutige Foça ist vom ausländischen Massentourismus weitestgehend verschont geblieben und stellt statt dessen ein beliebtes Wochenend- und Ferien-Ausflugsziel der Einwohner von Izmir dar. Der Grund hierfür liegt vorrangig darin, dass sich das türkische Militär an einer direkt an den neuen Hafen angrenzenden Bucht stationiert hat und so eine Ausdehnung des Ortes an der Küste weitgehend verhindert wurde.
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Ein paar Kilometer außerhalb von Foça hat sich bereits in den 1970er Jahren der Club Med angesiedelt; in Foça selbst aber blieb das ursprüngliche Flair erhalten, obwohl auch hier in den letzten beiden Jahrzehnten Ferienhäuser, einige Pensionen und zwei Hotels entstanden sind. Im malerischen Hafen reiht sich ein Fisch-Restaurant an das andere. Hier treffen sich am Wochenende vor allem Einheimische aus Izmir, die dem Trubel der Großstadt entfliehen wollen. Das typische Publikum setzt sich aus der gehobenen türkischen Mittelschicht zusammen: Lehrer, Künstler, Musiker, Ingenieure treffen sich hier.
Wer länger Urlaub macht, zieht Yenifoça ca. 20 km nördlich vor, das landschaftlich nicht so spektakulär liegt, aber ausreichend Hotels und Ferienanlagen für in- und ausländische Touristen bietet.
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Bekannt ist Foça auch durch die Sirenen-Inseln, die bereits Homer in seiner Odyssee beschrieben hat. Heute sind sie jedoch mehr dadurch bekannt, dass hier einige der letzten Seehunde des Mittelmeeres leben. Vor der Küste Foça's halten sich die seltenen Mönchsrobben auf. Sie machen nichts anderes als die Urlauber, sie liegen entspannt am Strand und genießen ihr Dasein. Um die seltenen Tiere wird (zurecht) viel Aufhebens gemacht; seit 1990 stehen sie unter besonderem Schutz.
Aus diesem Grund darf man die Sirenen-Inseln heute auch nur noch aus der Ferne betrachten. Sie sind unbewohnt und werden von der einheimischen Bevölkerung dazu genutzt, eine kleine Anzahl Ziegen auszusetzen, die sich von der sehr kargen Vegetation und dem Morgentau als Flüssigkeit ernähren können, da die Inseln über keine natürlichen Wasservorräte verfügen.
Doch nicht nur die Küste mit seinen wunderschönen Stränden, dem tiefblauem Wasser des Meeres machten Foça so beliebt, sondern auch die herrliche Landschaft des Hinterlandes. Weite Olivenhaine erstrecken sich ins Landesinnere und geben der Umgebung einen ganz eigenen Flair.
Historische Entwicklung
Phokäa, auch Phokaia war eine antike griechische Stadt in Kleinasien, auf der Halbinsel zwischen dem Golf von Elaia und dem von Smyrna gelegen. Sie war von Ioniern besiedelt, lag aber in Äolien. Die Stadt hatte einen sehr guten Hafen, vor dem die kleine, mit Tempeln und Palästen besetzte Insel (Bakchion) lag.
Die Einwohner von Phokaia unternahmen in archaischer Zeit weite Seereisen (bis nach Spanien). Unter Phokäas Kolonien sind Massilia (das heutige Marseille), Lampsakos und Elaia zu nennen. Als die Stadt von den Persern unter Harpagos belagert wurde, wanderten viele Phokäer nach Korsika aus, wo sie Alalia (Aleria) gründeten. Später ergriff Phokäa für Antiochos III. von Syrien Partei und wurde deshalb von den Römern erobert und war Teil des römischen Städtebundes.
Phokäa war bis zum Ende der byzantinischen Zeit in Kleinasien im 14. Jahrhundert besiedelt, existiert aber immer noch. Es heißt heute Foça und wird allgemein Eski Foça (Alt-Foça) genannt, denn es gibt auch ein Yenifoça (Neu-Foça), das rund 20 km entfernt liegt.






