Antakya - das biblische Antiochien
Das biblische Antiochien am Asi (Orontes) dehnt sich in einer fruchtbaren Ebene umgeben von hohen Bergen aus. Antakya war einst die für ihren Wohlstand und Luxus berühmte Hauptstadt der Seleukiden. Die kulturelle und kommerzielle Blüte der Stadt hat auch unter den Römern weiterbestanden.
Für das Christentum ist Antiochien von größter Bedeutung. Die Heiligen Petrus, Paul und Barnabas haben hier gewirkt und die Anhänger Jesu wurden hier zum ersten Mal Christen genannt.
Das Bild zeigt ein Mosaik aus dem archelogischen Museum mit der wohl reichsten Kollektion der Welt.
Die Gründung des historischen Antochia geht vermutlich auf Seleukos I. Nikator zurück.
Der General Alexanders des Großen war Begründer eines der Nachfolgereiche, nachdem das Alexanderreich zerfallen war. Der Name Antiochos taucht häufig unter den Nachkommen von Seleukos I. Nikator auf.
Das heutige Antakya ist eine Provinzhauptstadt mit ca. 155.000 Einwohner, liegt im äußersten Südosten des Landes, etwa 30 km vom Mittelmeer entfernt. Antakya ist von ausgedehnten Ölbaumhainen umgeben und ist in die Schwemmlandebene des Asi (des antiken Orontes) am Fuße des Berges Habib Necar (des alten Mons Silpius) gebettet.
Von der einstmals mächtigen Handels- und Kulturmetropole der hellenistischen Welt ist nicht mehr viel übrig geblieben. Antakya verfügt über keine Eisenbahn und keinen Hafen.
Eine Verwaltungsfunktion, eine Garnison und der Straßendurchgangsverkehr zu den Levanteländern sichern der Stadt eine bescheidene Lebensgrundlage.
Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die vier bogige Brücke des Kaisers Diokletian (284-305) über den Asi sowie der französische Basar.
In Antakya befindet sich das archäologische Museum mit einer der bedeutendsten Sammlungen römischer Mosaike. Neben den Moscheen gibt es mehrere christliche Kirchen. Die Bekannteste dürfte die St.-Petrus-Grotte sein, die etwas außerhalb an einem Berghang zu finden ist. Sie wurde vom Vatikan offiziell zur ältesten Kirche der Christenheit erklärt und soll der Legende nach vom Apostel Petrus eingeweiht worden sein.
Südlich von Antakya liegt Harbiye - das antike Daphne - welches heute zu einem beliebten Ausflugsziel der Umgebung geworden ist. Besonders ein Steinmetz, der in Antakya arbeitet und ausstellt, ist den Weg wert. Der einzigartige Hain von Lorbeerbäumen, Eichen und Zypressen durch den eine Kaskade von Wasserfäden über die Felsen ziehen, lädt zum Verweilen ein. Nach der griechischen Sage wurde die spröde Nymphe Daphne von Apollo hierher verfolgt und von Zeus auf ihre Bitte hin in einen Lorbeerbaum verwandelt. Auch soll einst Kleopatra an diesem Ort geheiratet haben. Auf der Straße nach Amandag biegt man in Uzunbag hinter der Brücke nach Süden ab und folgt einer Staubstraße bis auf einen Berggipfel südlich des Musa Dag. Her erhebt sich die Basilika des heiligen Simeon Stylites d. J. der nach dem Vorbild seines Namensvetters (Qaalat Siman/St. Simeons in Syrien) sein Leben auf einer Säule an der Stelle verbrachte,wo heute die nach ihm benannte Kirche steht.
Etwa 30 km westlich liegt das Mittelmeer mit zahlreichen Buchten und Stränden.
Wer sich für weitere Informationen dieser Region interessiert, dem empfehlen wir auch die Homepage: www.mitglied.lycos.de/osmane9






