Antalya - das Tor zur Türkischen Reviera

Die schmalen Gassen der Altstadt laden zu einem wunderbaren Spaziergang ein. Bis runter zum Hafen bummeln Sie an Teestuben und Teppichläden vorbei. Die gemütlichen Restaurants laden zu leckeren Fischspezialitäten an frischer Luft ein.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der von schmalen Basarstraßen durchzogenen Altstadt sind ein Festungstor mit Uhrturm am verkehrsreichen Hauptplatz, die nahe Tekeli-Mehmet-Pasa- Moschee sowie weiter südlich das Kesik Minare (= abgestumpftes oder abgebrochenes Minarett) bei den Ruinen einer verlassenen Moschee, die ursprünglich eine byzantinische Kirche war. Von der die Altstadt im Osten abschließenden hellenistisch- römischen Stadtmauer sind noch beträchtliche Teile (z.T. verbaut) erhalten. Der bedeutendste ist das gut erhaltene Hadrianstor, das im Jahre 130 n.Chr. bei einem Besuch des römischen Kaisers Hadrian zu seinen Ehren errichtet wurde. Das von zwei sehr mächtigen Türmen flankierte marmorne Tor mit drei Bogenöffnungen trägt einen reichen und ornamentalen Schmuck.

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Antalya verzaubert den Besucher

Die Provinzhauptstadt liegt überaus malerisch an der türkischen Südküste im innersten Winkel des Golfes von Antalya (Antalya Körfezi). Westlich der Stadt bricht das bis 3086 m hohe kahle Kalksteinmassiv des Lykischen Taurus steil zum Mittelmeer ab, während im Osten der niedrigere Kilikische Taurus erst in einiger Entfernung wieder ans Meer herantritt. Zwischen die einen spitzen Winkel bildenden beiden Gebirgszüge schiebt sich ein ebener Küstenvorhof mit der Stadt Antalya ein.Antalya selbst baut sich auf einer Kalkterrasse auf, die mit 23 m hohem Kliff zu einer Bucht mit dem Alten Hafen abbricht. Zwischen der Stadt und dem hohen Bergkamm im Westen zieht sich in weitem Bogen der breite Strand von Konyaalti hin, ein besonderer Anziehungspunkt für Touristen. Die gewaltige Bergkulisse des Taurus, die mediterrane Vegetation der Küstenebene (Zitrusfrüchte, Pfirsiche, Aprikosen, Feigen, Oliven, Bananen) und die anmutig über dem Kliff sich erhebende Stadt bilden einen prächtigen Rahmen für den schönen Badestrand. Der neue Seehafen von Antalya ist der einzige bedeutendere an der türkischen Südküste zwischen Izmir und Mersin. Antalya hat dank seiner geschützten Lage ein subtropisches Klima mit sehr mildem und feuchtem Winter (Januarmittel 9,9°C, Juli +28,1°C) und nahezu regenlosem Sommer. Während im zeitigen Frühjahr die Gipfel der Berge noch mit Schnee überzogen sind, beginnt an der Küste bereits die Badesaison, die von Anfang April bis Ende Oktober dauert.

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 Im 12. Jahrhundert v.Chr. wanderten Achäer von der Peloponnes in Pamphylien, der Landschaft um Antalya, ein und überlagerten die dort ansässige Bevölkerung. Ein zweiter griechischer Wanderschub erfolgte im 7. Jahrhundert v.Chr. mit den Ioniern, welche die damals bestehenden Orte besetzten und neue Städte gründeten. Nach der Herrschaft der Lyder und Perser annektierte Alexander d. Gr. 334 v.Chr. Pamphylien. Im Anschluß an die Machtkämpfe zwischen den Römern und Antoichos d. Große kam das Gebiet zum Pergamenischen Reich, dessen König Attalos II. Philadelphos (159 - 138) um die Mitte des 2. Jahrhunderts v.Chr. die Stadt Attaleia, das heutige Antalya, anlegte und zur Hauptstadt Phamphyliens erhob. 133 fiel Attaleia mit dem Pergamenischen Reich durch Erbschaft an die Römer und gehörte fortan zur Provinz Asia.

In Attaleia ging der Apostel Paulus mit seinen Begleitern Barnabas und Marcus an Land, als er auf seiner ersten Missionsreise (45 - 49 n.Chr.) nach Kleinasien kam. Unter Kaiser Hadrian wurde Attaleia mit einer starken Mauer umgeben. Die Byzantiner bauten die Stadt weiter aus und umgaben sie zur Abwehr der Angriffe der Araber im 8. und 9. Jahrhundert mit einer doppelten Mauer. Während des Zweiten Kreuzzuges (1147 - 1149) war Attaleia die letzte byzantinische Festung im südlichen Kleinasien, die noch nicht von den Türken besetzt war und in die sich Kreuzfahrerheere retten konnte. Hier schiffte sich König Ludwig VII. von Frankreich mit seinen Rittern nach Antiochia ein.
 

Im Jahre 1207 eroberten Seldschuken unter ihrem Sultan Giyaseddin Kaichosrev I. die Stadt und machten sie zur Winterresidenz. In der Seldschukenzeit wurden mehrere schöne Moscheen errichtet und die Festung ausgebaut. Nach der Auflösung des Seldschukenreiches wurde Antalya unter einem Fürsten aus der Familie der Hamidogullari selbständig und schließlich unter Sultan Murat I.(1359 - 1389) dem Reich der Osmanen eingegliedert. 1472 trotze Antalya der letzten Kreuzfahrerflotte. Zwar wurde die Hafenkette gesprengt (die erbeutete Kette kam als Siegeszeichen in die Sakristei des Petersdoms in Rom) und der Hafen besetzt; doch konnte die mit doppelten Mauern und Gräben umgebene Festung nicht bezwungen werden. Die in osmanischer Zeit auch Adalia oder Satalia genannte Stadt war durch Mauern in drei Teilen für Christen, Moslems und Andersgläubige geschieden. Die eisernen Tore zwischen den Stadtteilen waren an jedem Freitag zwischen 12.00 und 13.00 Uhr geschlossen, da eine Prophezeiung einen Überfall der Christen in dieser Stunde voraussagte.