Thermalbäder für Gesundheit und Entspannung

Thermalbäder für Gesundheit und Entspannung

Deutschland ist für seine Vielzahl an Kurorten bekannt, in denen Entspannung und Erholung auf dem Programm stehen. Die speziellen Ortschaften verfügen über natürliche Heilkräfte aus der Natur, die von Menschen bereits seit mehreren tausend Jahren genutzt werden.

Schon in der römischen Antike wurden Brunnen errichtet, um die heilsamen Thermalquellen Deutschlands zu nutzen.

In Deutschland sind vor allem Thermalquellen zu finden, in denen bereits im antiken Rom zum Zwecke der Gesundheit gebadet wurde. Das warme Wasser sprudelt aus den Tiefen der Erde und ist angereichert mit verschiedensten Mineralien, die nicht nur die Haut pflegen, sondern auch bei Entzündungen und anderen Leiden helfen können. Drei deutsche Kurorte sind aufgrund ihrer langen Geschichte und heilsamen Wirkung mittlerweile sogar zum UNESCO-Welterbe erklärt worden. Wir sehen uns die Ortschaften einmal genauer an!

Baden-Baden

Schon zur Zeit der Römer wurde Baden-Baden für seine zahlreichen Heilquellen gefeiert. Dazu wurden an verschiedenen Stellen in der Stadt Brunnen errichtet, aus denen das warme Wasser direkt aus dem Boden sprudelte. Aber nicht nur zur Zeit der Römer war Baden-Baden damit ein beliebter Dreh- und Angelpunkt: Während dem 19. Jahrhundert soll die Region unter dem Adel auch als Sommerhauptstadt Europas bekannt gewesen sein. Neben dem Besuch im Thermalbad stand auch das berühmte Casino im Fokus vieler Reisen – sogar der russische Autor Fjodor Dostojewski, unter anderem bekannt für sein Werk „Schuld und Sühne“, war Stammgast des Casinos. Roulette war unter den Besuchern besonders beliebt, denn es erforderte keine Vorerfahrung, um mit der ersten Runde zu starten. Heutzutage wird das Spiel immer noch in landbasierten Spielbanken und Online-Casinos gespielt, fortgeschrittene Spieler nutzen dabei jedoch verschiedene Wettstrategien, um ihre Chancen auf einen großen Gewinn zu erhöhen. Spieler können zwar die Drehungen selbst nicht beeinflussen, die beste Roulette Strategie hilft jedoch dabei, Verluste auszugleichen und höher zu gewinnen. Während Spieler im 19. Jahrhundert noch gänzlich auf ihr Glück vertraut haben, hilft das Internet den heutigen Roulette-Fans dabei, möglichst effektive Wetten abzuschließen.
Baden-Baden ist damit seit Jahrhunderten für zwei Dinge bekannt: das luxuriöse Casino und die heilsamen Thermalquellen. Heute wird das Wasser in modernen Bädern unter Anleitung von Therapeuten genutzt und hat durchschnittlich eine Temperatur von 68 Grad Celsius. Außerdem ist es mit einer großen Menge an gesunden Mineralien angereichert, darunter Bor, Fluor, Kieselsäure und Chlorid. Damit soll es bei Hauterkrankungen helfen, aber auch chronische Schmerzen lindern und Atemwegsbeschwerden bekämpfen können. Auch Schwefelheilbäder stehen in dem Kurort bereit, die besonders bei rheumatischen Patienten ihre Heilkraft entfalten.

Bad Ems

Obwohl Bad Ems heute nicht allen ein Name ist, war es einmal einer der beliebtesten Bade- und Kurorte in ganz Deutschland. Schon im 17. und 18. Jahrhundert traf sich hier die Crème de la Crème des Adels, um die 15 Thermal- und Heilquellen der Region zu nutzen. Im 19. Jahrhundert lebten sogar zahlreiche Künstler und Monarchen die Sommer über in Bad Ems und ließen es sich hier gut gehen. Unter den berühmten Bewohnern, die Bad Ems zu ihrer Sommerresidenz erklärt hatten, zählten zum Beispiel König Georg IV. aus England oder Königin Amalie von Griechenland. Bekanntlich waren auch Johann Wolfgang von Goethe und Richard Wagner hier einst gerne und oft gesehen. Damit hält die Ortschaft für Besucher viel Geschichte und Kultur bereit.
Wer sich einfach entspannen möchte, ist hier auch genau an der richtigen Adresse. Einige der Heilquellen gelten als alkalisch-muriatische Thermalsäuerlinge, in denen jede Menge Hydrogenkarbonat, Chlor-Ionen und Natrium-Ionen gefunden werden können. Aus diesem Grund werden diese Quellen auch als Sprudel bezeichnet. Der Robert-Kampe-Sprudel ist mit 57 Grad Celsius die wärmste Quelle der Region und bildet eine bis zu acht Meter hohe Fontäne, wenn er aus dem Boden sprudelt. Das Emser Kränchen ist vielen ein Begriff, denn es wird vor allem bei Atemwegserkrankungen getrunken. Abgefülltes Wasser der Quelle wird auch außerhalb von Bad Ems zu diesem Zwecke genutzt, in der Brunnenhalle können Besucher jedoch direkt vom Ursprung kosten. Auch die Emser Pastillen beinhalten wertvolle Salze aus den Heilquellen. Neben den Quellen besticht Bad Ems noch mit traumhaften Wanderwegen, die zu Burgen und Schlössern im Grünen führen. Und sogar der deutsche Jakobsweg führt dicht an Bad Ems vorbei.

b_450_450_16777215_00_images_link-kunden_baden-baden-kurbad.jpgBad Kissingen besticht mit einem wunderschönen Kurgarten, alter Architektur und heilsamen Quellen.

 

Bad Kissingen

Der dritte deutsche Kurort, der es in die Liga des UNESCO-Welterbes geschafft hat, ist Bad Kissingen. Die Thermalquellen der Region wurden bereits im 9. Jahrhundert schriftlich erwähnt, entdeckt wurden sie wahrscheinlich bereits früher. Die bayrischen Monarchen des 19. Jahrhunderts griffen die Ortschaft viele Jahre später wieder auf, um sie als Touristendestination aufleben zu lassen. Dazu wurden einige Brunnen renoviert und der Kurgarten vergrößert. Der Versuch gelang und Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Bad Kissingen zum Weltbad, wo selbst Könige zu Besuch kamen. Auch die österreichische Kaiserin Sissi, die ihre Sommer meist im Schloss Schönbrunn verbrachte, soll regelmäßig in Bad Kissingen zu Gast gewesen sein.
Die Region verfügt über unterschiedliche Heilquellen, die für verschiedene Anwendungen bereitstehen. Das Wasser aus dem Rakoczy-Brunnen wird zum Beispiel getrunken, um bei Magen- und Darmbeschwerden zu helfen, oder Niere und Galle zu entlasten. Es handelt sich dabei um einen Natrium-Chlorid-Säuerling. Für das Kissinger Bitterwasser wird dem Wasser der Quelle außerdem noch Magnesium- und Natriumsulfat beigefügt. Das Baden im Luitpoldsprudel soll hingegen vorwiegend bei Kreislaufbeschwerden helfen. Dazu werden in Bad Kissingen viele Kneipp-Behandlungen angeboten, wie etwa das Wassertreten in sehr kaltem Wasser. Der Besuch endet aber nicht nur in den Spas der Region. Stattdessen warten auch in Bad Kissingen zahlreiche Burgen, Kirchen und Paläste darauf, entdeckt zu werden. Den perfekten Ausblick über die Stadt bietet hierbei die Burg Botenlauben. Dazu sollten Gäste auch das älteste Gradierwerk Mitteleuropas bewundern, in dem bereits seit über 1000 Jahren Salz aus der Kissinger Sole gewonnen wurde.
Auf der Suche nach Erholung, Entspannung und Heilung kommen viele deutsche und internationale Besucher in die beliebtesten Kurorte des Landes. Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen sind mittlerweile zum UNESCO-Welterbe erklärt worden und werden für ihre Thermalquellen immer noch sehr geschätzt. Hier stehen sowohl Kultur als auch Entspannung und Wellness pur an der Tagesordnung.

 

Deutschland

Kultur

Leben | Outdoor