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Torba – einst Heimat der Mittelmeer-Mönchsrobbe

Torba – einst Heimat der Mittelmeer-Mönchsrobbe

An der nordöstlichen Küstenlinie entlang der Halbinsel Bodrum liegt das kleine Städtchen Torba, gut versteckt in einer Schutz bietenden, charmanten kleinen Bucht und dabei liegt es in nur 6 Kilometer Entfernung zum Stadtzentrum von Bodrum.

Die Ortschaft liegt in einem Tal von Olivenhainen und – soweit nicht durch Feuer vernichtet – Pinienwäldern. Im weiteren Verlauf der Küstenlinie trifft man immer wieder auf kleine freundliche Pensionen, romantische Bars und Küstenabschnitte, die gut abgeschirmt von den Verkehrswegen zum Sonnenbaden und zum Schwimmen einladen. Vor etwa 20 Jahren gab es lediglich ein kleines Fischrestaurant, das von Fischern selbst betrieben wurde.

b_450_450_16777215_00_images_turkey_aegean_region_torba-1.jpgDie Kiefernwälder reichen hier direkt bis an den Strand und die Luft ist erfüllt vom Geruch des Meeres. In Torba erinnert in nichts an die Geschäftigkeit der nahen Stadt Bodrum.
Torba ist ein sehr ruhiges und anheimelndes Fleckchen zum Relaxen und sich erholen. Seitdem die Bucht durch bauliche Maßnahmen besser geschützt wurde, ist selbst das windigste Wetter kein Problem mehr, die See ist sanft, glatt und sauber. Täglich gibt es Fähranbindungen nach Didim (das historische Didyma) hinüber über den Golf von Güllük. Viele historische Schätze wie die Überreste von verlassenen Dörfern und eines byzantinischen Klosters, das zurück bis ins 4. oder 5. Jahrhundert reicht, erwarten hier den Besucher.
Allerdings wird die Gegend um Torba allmählich von großen Hotels und Resorts zersiedelt.

Äußerst selten – die Mittelmeer-Mönchsrobbe

b_450_450_16777215_00_images_leben_fauna_moenchsrobbe.jpgAußer den Fischen der Gegend finden sich hier auch Meeresschildkröten und die äußerst rare Mittelmeer-Mönchsrobbe. Die Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) ist eine vom Aussterben bedrohte Robbenart aus der Familie der Hundsrobben. Mit geschätzten 350 bis 450 geschlechtsreifen Individuen ist sie eines der seltensten Säugetiere Europas. Mit einer Länge von 240 cm und einem Gewicht von 280 kg ist die Mittelmeer-Mönchsrobbe deutlich größer als ein Seehund. Weibchen sind etwas kleiner als Männchen. Jungtiere werden mit etwa 80 cm und einem schwarzen Geburtsfell, welches oftmals einen weißen Fleck aufweist, zur Welt gebracht.

b_450_450_16777215_00_images_turkey_aegean_region_torba-mittelmeer-moenchsrobbe.jpgDie einzige Robbenart des Mittelmeers ist durch Verfolgung extrem selten geworden. Die größten Populationen befinden sich an den griechischen und türkischen Küsten (Foça, Anamur und Alonnisos). Allein im griechischen Alonnisos Marine Park sollen zwei Drittel des Bestandes beheimatet sein. Kleinere Restpopulationen leben an der afrikanischen Küste zwischen Marokko und der Westsahara (dort an der Südspitze der Halbinsel Ras Nouadhibou) und bei den Ilhas Desertas im Madeira-Archipel im Atlantik, aber auch in der Straße von Sizilien bei La Galite (Tunesien). Die Kolonie bei Madeira umfasst ca. 30 Tiere und der Bestand ist in den letzten Jahren im Anstieg begriffen. Weiterhin finden sich kleine Populationen an der Küste Istriens, etwa in der Nähe der Stadt Pula.

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