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Taşucu - Fährhafen nach Girne-Kyrenia auf Nordzypern

Taşucu - Fährhafen nach Girne-Kyrenia auf Nordzypern

Ein eigentlich unscheinbares Örtchen an der türkischen Riviera, das seine Bekanntheit fast ausschließlich dem Auto-Fährverkehr verdankt: Taşucu - Fährhafen nach Girne / Kyrenia auf Nordzypern.

Heute ist Taşucu eine Kleinstadt an der D400, etwa zehn Kilometer westlich der Mündung des Göksu in der Provinz Mersin. Der Hauptwirtschaftszweig der Stadt Taşucu in den Sommermonaten ist vor allem der türkische Inlandstourismus, der sich in kleinen Hotels und Appartements entlang der Hauptstraße wieder spiegelt. Von ausländischen Touristenströmen bislang weitgehend verschont, trifft man in Taşucu noch auf Überbleibsel der ursprünglichen Türkei, so auch auf das zweite Standbein der örtlichen Wirtschaft, die Fischerei, die noch immer ein bedeutender Erwerbszweig im Ort ist.

Dabei kann auch Taşucu auf eine eigene Historie zurück greifen, denn östlich von Taşucu liegen Ruinen der im 7. Jahrhundert vor Christus von Griechen gegründeten Stadt Holmoi. Überwiegend arabische Piratenüberfälle führten zur Zerstörung Holmoi´s im 4. Jahrhundert vor  Christus, deren Bewohner in der Folge nach Seleukia am Kalykadnos, dem heutigen Silifke umgesiedelt wurden.

Zur Erkundung Nordzyperns im Rahmen unseres Projekts wollten auch wir die Fähre von Taşucu nach Kyrenia (Girne) in der Türkischen Republik Nordzypern nutzen. Nur von hier oder von Mersin aus gibt es einen regelmäßigen Auto-Fährbetrieb zur Insel. Lediglich in den Sommermonaten verkehrt eine Personenfähre auch von Alanya nach Nordzypern. Zwei staatliche Firmen sind für die Organisation und Abwicklung der Überfahrt zuständig, die zwar etwas ungewöhnlich aber doch reibungslos verläuft. So lässt sich das Fährticket problemlos online buchen, erfolgt auch das Einchecken reibungslos.

b_450_450_16777215_00_images_turkey_turkish_riviera_tasucu.jpgEtwas außergewöhnlich ist die Abwicklung der Zollformalitäten, denn das bei der Einreise in den Pass eingetragene Fahrzeug muss nun wieder ausgetragen werden. Da es eine maximale Aufenthaltsdauer in der Türkei für Fahrzeuge von 180 Tagen gibt, werden Einreise und Ausreise exakt festgehalten und registriert. Dies muss auch mit der eigenen Aufenthaltsdauer in der Türkei, die ja nunmehr nur noch drei Monate beträgt, übereinstimmen. Mit anderen Worten, nur wer eine Aufenthaltsgenehmigung (Ikamet) für die Türkei besitzt, der kann auch die erwähnten 180 Tage für das Fahrzeug nutzen. All dies klingt etwas kompliziert, ist aber relativ einfach zu händeln. Nach Zahlung der Hafengebühr führt dann der Weg direkt zum Verladepunkt an der Fähre.

Da die Anreise von Alanya kommend noch entlang der Serpentinenstraßen über Anamur zu bewältigen war, hatten wir den Abfahrttermin sehr früh festgelegt, was uns nun die Möglichkeit verschaffte, noch einen kleinen Imbiss am Hafen einzunehmen. Natürlich Fisch, der köstlich und frisch zubereitet worden war. Überhaupt war die Hafenregion zu dieser abendlichen Stunde noch recht belebt, was auch wohl auf die relativ große Zahl der Studenten zurück zu führen ist. Im Ort ist es vor allem die Fakultät für Tourismus der Selçuk Üniversitesi, an der etwa 1.000 Studenten eingeschrieben sind.

Vielleicht auch erwähnenswert ist die Partnerschaft Taşucu´s mit der deutschen Stadt Bergkamen, die seit dem Jahr 1994 / 95 besteht. Im November 2007 wurde in Bergkamen ein öffentlicher Platz in "Platz von Taşucu" umbenannt.

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