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Trogir - Weltkulturerbestadt auf der Insel bei Split

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Ein weiterer Ausflug mit Robert brachte uns auch in die UNESCO Weltkulturerbestadt Trogir in Mitteldalmatien, etwa 25 Kilometer westlich von Split. Der Altstadtkern liegt auf einer Insel, die durch eine Steinbrücke im Norden und auf der südöstlichen Seite durch eine Klappbrücke mit der Insel Ciovo verbunden ist.

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Unser erster Weg führte in das kleine, örtliche Museum, wo uns eine Konservatorin des Museums erwartete, um uns durch die Ausstellungen der Artefakte unterschiedlichster Epochen zu führen. Schnell wurde klar, das wir hier eine geschichtsträchtige Stadt vorfinden würden.

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Erste griechische Siedler hinterließen hier genauso ihre Spuren wie später die Venezianer. Ursprünglich war Trogir als griechische Ansiedlung Tragurion bekannt, die etwa um 300 vor Christus gegründet wurde. Mit dem rasanten Boom der nahe gelegenen Stadt Salona verlor Trogir aber seine vorherige Bedeutung. In der Zeit des Zuzugs kroatischer Stämme ließen sich auch Flüchtlinge aus dem zerstörten Salona in Trogir nieder.

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1123 wurde Trogir von den Sarazenen eingenommen und fast bis auf die Grundmauern zerstört. Die Stadt erholte sich schnell und erlebte im 12. und 13. Jahrhundert einen starken wirtschaftlichen Aufschwung. Im Jahr 1242 suchte König Béla IV. hier vor den Tataren Zuflucht.

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Nach dem Fall Venedigs im Jahr 1797 war Trogir bis 1918 österreichisch (mit Ausnahme der französischen Besetzung von 1806 bis 1814) und fiel danach an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Wohl auch aus Gründen des stetigen Wechsels gilt Trogir als herausragendes Beispiel für städtebauliche Kontinuität.

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Die romanische Stadt Trogir stellt nicht nur an der Adria den am besten erhaltenen romanisch-gotischen Komplex dar, sondern in ganz Osteuropa. Fast überall stößt man allerdings auch auf die Wiederverwendung wesentlich älteren Baumaterials, große Teile der Straßenpflasterung sind im Original erhalten.

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In dem mittelalterlichen, teilweise von einer Stadtmauer umgebenen historischen Stadtkern befinden sich auch diese "offene Halle", ein öffentlich als Gerichtsraum genutzter Versammlungsort im Zentrum ......

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..... neben dem Uhrenturm. Zehn Kirchen und eine Reihe von Wohnhäusern und Palästen aus den Perioden der Romanik, Gotik, Renaissance und des Barock sind in der Altstadt vorzufinden. Eine Reise durch das Mittelalter.

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Im Bild zu sehen ist der Innenhof des Rathauses von Trogir, das reichlich mit Ornamenten und figürlichen Darstellungen verziert ist.

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Im Innenhofbereich dieses venezianischen Herrenhauses stießen wir auf diese imposante Treppenanlage.

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Auf dieses Detail stießen wir, neben dem imposanten Eingangsportal an der St.-Laurentius-Kathedrale, die aus dem 13. Jahrhundert stammt. Das westliche Hauptportal ist ein Meisterwerk von Radovan und das wichtigste Werk im romanisch-gotischen Stil in Kroatien.

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Eng und schmal, die uralten Gassen in der Altstadt. Das Straßenpflaster ist Jahrhunderte alt, entstammt teilweise römischer Baukunst, wie an den Wagenspuren erkennbar.

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Die imposante Festungsanlage "Kamerlengo" wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Fast der gesamte Pier um die Altstadt herum ist als Promenade den Fußgängern vorbehalten.

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Dieser Glockenturm befindet sich außerhalb der Stadtmauern, bzw. war Teil der Stadtbefestigung, die von See her kaum einnehmbar war, da es nur einen schmalen Kanal als Zufahrt gab.

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Zur offenen See schütze die fast 8 Meter hohe Mauer die Innenstadt, die nur durch einige, relativ schmale Portal-Öffnungen zu betreten war. Perfekter Schutz durch Meer und Insellage.

 

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