Bucht von Vlora ein beliebtes Touristenziel

Vlora ist eine Hafenstadt in Südalbanien an der Straße von Otranto, der Meerenge am Übergang zwischen Adria und Ionischem Meer. Die Bucht von Vlora und die Strände in Stadtnähe sind beliebte Ziele von Touristen.
Römische Quellen aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. erwähnen eine Zwischenstation auf der Handelsroute entlang der Küste zwischen Dyrrhachium und Buthrotum. Seit 1988 in der Nähe der Muradie-Moschee in der Altstadt Teile einer Stadtbefestigung aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. ausgegraben wurden, wird dieses römische Aulon an der Stelle der heutigen Stadt vermutet. Im 5. Jahrhundert wurde Aulon innerhalb dieser Festungsmauern Bischofssitz. Unter Kaiser Justinian (527–565) wurden die Mauern verstärkt. Eine Zuwanderung erfolgte aus dem im 6. Jahrhundert aufgegebenen Apollonia.
Vlorë wurde im sechsten Jahrhundert v. Chr. als antike griechische Kolonie unter dem Namen Aulon gegründet und ist seitdem ständig bewohnt. Es wurde der Sitz eines Bistums. In der Neuzeit diente die Stadt kurzzeitig als Hauptstadt Albaniens.
Bedeutend vor allem die albanische Unabhängigkeitserklärung, die hier am 28. November 1912 verkündet wurde. Kulturell und wirtschaftlich ist sie eine der bedeutendsten Städte Südwestalbaniens.