Wanderwege auf den Berg der Götter - den Olymp

Wanderwege auf den Olymp

Der Olymp ist einer der beliebtesten Berge Griechenlands. Seine beeindruckende Höhe, sein mythischer Zauber und seine einfache Zugänglichkeit manifestieren die Faszination für tausende Besucher aus allen Winkeln der Erde.

Die Straßen und Wege, die das Bergmassiv durchkreuzen, bilden ein großteils perfekt erhaltenes Verbindungsnetz, viele Wanderwege und jenen Besuchern, die nicht speziell berginteressiert sind oder großes Wissen über den Olymp aus der Nähe erfahren haben, eine vielfältige Flora und Fauna und seine natürlicheSchönheit. Am besten geeignet ist der europäische Wanderweg E4, der westlich von Litochoro auf die Gipfel führt, durch die Schlucht von Enipea. Zudem gibt es den griechischen Wanderweg O2, der die Gipfel von Süden mit der Halbinsel Pilion verbindet.

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Bei vielen Wegweisern gibt es Sitzgelegenheiten nahe einer Quelle und Wasserfälle, die erholsame Augenblicke ermöglichen und die Besucher zusammenkommen lassen. Die Forstbehörde hat auf verschiedenen Wegweisern Informationsgrafiken platziert mit der Karte des Nationalparkes und nützlichen Wanderführern. Jene Besucher, die sich genügend Zeit nehmen, können am besten vom zweiten Weg auf den Gipfel gehen und über den ersten wieder absteigen sowie einmal auf der Hütte übernachten.

Für Bergsteiger ist der Olymp ein beliebtes Gebiet. Es gibt ausgebaute Wege von großer Beliebtheit und gastfreundliche Hütten. Die Bergsteigerwege des Olymp beginnen in Litochoro, in Dion und Petra. Die sommerlichen Aufstiege auf den mystischen Berg der Götter beginnen gewöhnlich Anfang Juni und enden Ende September. Das ist jene Jahreszeit, in der die Hütten in der Nähe der Gipfel geöffnet sind und das Wetter einen Aufstieg erlaubt ohne eine Schneeausrüstung und Bergsteiger Erfahrung, die im Winter verpflichtend sind. Der Aufstieg auf die hohen Gipfel in der Winterjahreszeit kann nur von erfahrenen Bergsteigern bewältigt werden, für die es auch herausfordernde Wege mit Aufstiegen an schwierigen Steilhängen gibt. Die Anfänger unter den Bergsteigern müssen sich auf die Sommermonate beschränken, in denen die Hütten normale Öffnungszeiten haben.

Die zwei schönsten Wege für die Erkundung des Olymp beginnen in Litochoro und reichen bis zu den Gipfeln des Berges. Der erste folgt der Schlucht von Enipea und der Besucher wird nach ungefähr fünf Stunden anstrengendem Fußmarsch, nachdem er das Kloster des heiligen Dionysos passiert hat, an der Stelle "Prionia" ankommen (auf 1.100 m Höhe), wo früher eine Holzsägemühle in Betrieb war und es heute ein malerisches Restaurant gibt, eine Quelle mit glasklarem Wasser und viele Parkplätze. Diesen Platz kann man auch mit dem Auto nach ungefähr 18 km Strecke erreichen (es gibt am Eingang auch einen Wächter, der Informationen für den Nationalpark bereithält). Von Prionia, dem gut ausgeschilderten europäischen Wanderweg E4 folgend, kommt der Wanderer nach ungefähr zweieinhalb Stunden wunderschönen Spazierganges an der Haupthütte des Olymps an, "Spilios Agapitos" (auf 2.100 m Höhe), wo man rasten, essen und übernachten kann, was auch eine häufige Lösung darstellt. Von der Hütte geht der Weg E4 weiter, der in ungefähr zweieinhalb Stunden zum Skala-Gipfel des Olymp führt. Der Weg vom Skala zum Mytikas in 30-45 min erfordert leichte Kletterei und Schwindelfreiheit, daher nicht für den Normalwanderer geeignet. Für den Abstieg vom Skala auf teilweise losem Geröll sind Teleskopstöcke sehr zu empfehlen.

Am Bergweg nach Prionia, ca. 10 km von Litochoro entfernt, am Platz "Stavros", gibt es die Hütte "Dimitris Butolas“ (in 944 m Höhe), die hauptsächlich als Restaurant und Cafeteria geöffnet hat. Am Wegesrand gibt es auch Sitzplätze, wo man Pause machen und sich von der Landschaft inspirieren lassen kann. Vier Kilometer vor dem Ende des Weges nach Prionia, am Platz "Kortsia" (1.120 m), wo es einen Autostoppplatz gibt, beginnt ein zweiter, anderer Weg, der zu den Gipfeln des Olymp führt. Nach ungefähr fünf Stunden Fußmarsch von diesem Punkt, wenn man hintereinander die Plätze "Barba", "Petrostrunga", "Skurta" und "Lämo", passiert hat, kommt der Bergsteiger am "Plateau der Musen" auf 2.600 Metern Höhe an, wo man in zwei dort vorhandenen Hütten ausruhen kann, "Jossos Apostolidis" und "Christos Kakalos". Von dort ist der Weg zum Gipfel des Berges relativ einfach, und man kommt in ca. einer Stunde an.

  • "Spilios Agapitos". Die A-Hütte und am besten ausgestattete Hütte der Gegend befindet sich an der Stelle "Balkoni" in 2.100 Metern Höhe, im Herzen des Mavrolongu, und gehört zum Bergsteigerverband (E.O.O.S.). Sie hat 110 Betten, Wasser (aber nicht nach längeren Trockenperioden!), Strom, Telefon (23520/81800), Heizung, Leintücher und ein Restaurant. Sie wird von Maria Zolota und ihrem Mann Dionysos betrieben. Geöffnet von Mai bis Oktober von 6 bis 22 Uhr.
  • "Vrysopules". Die B-Hütte befindet sich westlich, hinter der Schlucht am Platz Vrysopules auf einer Höhe von 1.800 Metern und nähert sich dem Weg von der Umgebung Sparmo. Betrieben wird sie vom Kamp des K.E.O.A.X. (24930/62163) seit 1961. Sie hat 30 Betten, eine Küche, Wasser, Strom, Zentralheizung und eine Feuerstelle. Sie ist das ganze Jahr über geöffnet, für eine Übernachtung braucht man jedoch einen Militärausweis.
  • "Christos Kakalos". Sie befindet sich an der südwestlichen Spitze des Plateaus der Musen auf einer Höhe von 2.648 Metern und gehört zu E.O.O.A., hat geöffnet von Mai bis Oktober und hat 18 Betten, Strom, Leintücher, Küche und einen Wassertank. Sie wird von einem der erfahrensten griechischen Bergsteiger betrieben, dem Geologen Michalis Styllas.
  • "Stavros" ("Dimitris Budolas"). Sie befindet sich auf der östlichen Seite des Olymp 9,5 km auf asphaltiertem Weg von Litochoro entfernt auf einer Höhe von 930 Metern, mitten im Wald von Monis Dionysiou. Betreiber ist E.O.S. Thessaloniki, sie ist das ganze Jahr geöffnet, hauptsächlich als Erfrischungsstation und Restaurant und kann 30 Menschen beherbergen. Sie wird vom Ehepaar Dultsinu betrieben. Tel: 23520/81687
  • "Josos Apostolidis". Sie befindet sich am Plateau der Musen in Diaselo auf 2.650 Metern Höhe und gehört dem E. O. S. Thessaloniki. Sie kann 80 Menschen beherbergen, bietet Strom, Wasser, eine Feuerstelle sowie eine gute Küche und ist von Juni bis Oktober geöffnet. Betreiber ist Nikos Zorbas.
  • "Sankt Anton". Diese Schutzhütte befindet sich am Gipfel Sankt Anton in 2.818 Metern Höhe. Sie ist von der griechischen Lebensrettungsorganisation mit Erste Hilfe-Ausrüstung ausgestattet. In der Hütte gibt es eine Funkstation für Kommunikation im Notfall.
  • "Das Häuschen des kleinen Christus". Diese Schutzhütte befindet sich auf dem "Großen Teich", auf 2.430 Metern Höhe, am Wanderweg E4, Kokkinopilos - Skala. Die Hütte verfügt über keine Erste-Hilfe-Ausrüstung (es gibt nur Betten), sie dient zum Schutz vor Unwettern.

(Entnommen wikipedia)

Der Weg zum Gipfel 

Die folgenden Wege stellen die klassischen Aufstiege zum Gipfel dar.

  • "Prionia - Spilios Agapitos Hütte - Gipfel"
    Von 1.100 Metern aus kommt man auf 2.100 Meter zur Hütte "Spilios Agapitos" auf einem großen, schönen Weg mitten durch einen Föhren- und Buchenwald. Von der Hütte zu den auf guten Fußwegen erreichbaren Gipfel "Skala", "Skolio", "Sankt Anton" und den schwierigsten "Mytikas" bewegt man sich zunächst durch einen Wald sowie alpines Gebiet, und anschließend auf einem gut ausgebauten Fußwegen in gutem Zustand. Von der Hütte nach "Zonaria", "Mytikas", "Stefani" und zum "Plateu der Musen" gibt es einen breiten Weg, Trittsicherheit (Stöcke!) ist jedoch ein Muss am Weg hinunter über die Schlucht und Steilhänge. Von der Hütte nach "Oropedio" gibt es auch "Kofto", ein kurzer aber schwieriger Weg.
  • "Goritsia - Plateau der Musen - Gipfel"
    Von 1.100 Metern aus auf 2.700 Meter zum "Plateau der Musen", wo es die Hütten "Posos Apostolidis" (2.760 m) und "Christos Kakkalos" (2.650 m) gibt. Der Weg ist schön, in einem Föhren- und Buchenwald bis auf 2.000 Meter zum Platz "Petrostruga", wo oft Gewitter aufziehen. Danach folgt ein Weg im Wald und in der Folge auf alpinem Gelände mit einem gut ausgebauten Fußweg. Vom Gipfel "Skurta" in 2.450 m Höhe bis zu den Hütten, die schmale Passage "Lämos" und der verfallene Weg "Kangelia", mit einem breiten Weg, der nach "Oropedio" führt. Eine lange Strecke ohne Wasservorkommnisse mit einem großen Abschnitt in alpiner Zone, wofür ein Aufbruch am frühen Morgen notwendig ist. Von der Hütte des "Plateaus der Musen" zu den schönen Gipfelwegen nach "Skolio" und "Sankt Anton" aber auch über die schwierigen Schluchten nach "Stefani" und "Mytikas" bewegen Sie sich hinunter von "Stefani" nach "Zonaria" auf verfallenen, aber breiten Wegen, hinunter durch Steilhänge und Schluchten.
  • "Mytikas" und "Stefani"
    Wir nähern uns auf den bereits beschriebenen Wegen mit dem Unterschied, dass wir uns auf dem letzten Wegstück für ca. eine Stunde auf einem schwierigen Stück bewegen, ohne Fußweg und mit einem Abschnitt, welcher Klettern verlangt. A) Von "Skala" nach "Mytikas": Einfaches Klettern ohne Sicherheitsausrüstung, jedoch auf verfallenem Felsen und auf Gebiet mit sehr rutschigem Fels, mit seitlichen Hängen zu Beginn. Kletterhandschuhe sind nützlich, Teleskopstöcke dagegen störend. B) Von "Luki" nach "Mytikas": Leichtes Klettern ohne Sicherung, mit verfallenem Felsen jedenfalls mit ab und zu Steinschlag. Dieser wird von Gruppen bevorzugt. C) Von "Luki" nach "Stefani": Genauso wie von "Luki" nach "Mytikas" mit dem Unterschied, dass der Aufstieg erst kurz vor dem Gipfel "Stefani" endet, und die letzten Meter Sicherheitsausrüstung verlangen.

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