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Çorum - Siedlungsregion der Hethiter

  • Geschrieben von Website Editor

Die türkische Stadt Corum liegt etwa 100 Kilometer westlich von Amasya, eine Provinzhauptstadt mit ca. 210.000 Einwohnern, die zur Schwarzmeerregion zählt, obgleich die Küste etwa 300 Kilometer entfernt ist. 

Die Region um Corum ist bis heute kaum touristisch in Erscheinung getreten, trotz der lang zurückreichenden, historischen Bedeutung des Bezirks, denn bereits 5.000 – 3.000 vor Christus wurden erste Siedlungen hier angelegt. Während der Bronzezeit um etwa 2.000 vor Christus siedelten sich die Hattier an, einer Volksgruppe die regen Handel mit den Assyrern betrieben, bis sie mehr und mehr von den Hethitern verdrängt wurden.

Der wohl bekannteste Ausgrabungsort der Region ist sicherlich Hattusa, die ehemalige Hauptstadt der Hethiter, die bei Boğazkale, etwa 90 Kilometer von Corum entfernt, liegt. Die bedeutende Ausgrabungsstätte ist teilweise in althergebrachter Bauweise restauriert worden und dient heute als archäologisches Freilichtmuseum mit einem Gebäude, das die Funde von Hattuša zeigt. Hattuša wurde aufgrund seiner Bedeutung in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes mit aufgenommen.
Zu erwähnen ist auch der Siedlungshügel bei Alaca Höyük, etwa 60 Kilometer von Corum entfernt,  der wohl das ehemalige Zippalanda oder Arinna gewesen ist, einem Kultort der Sonnengöttin der Hethiter.


Es folgte eine sehr wechselvolle Zeitspanne mit verschiedenen Herrschern und ständig wechselnden Volksgruppen der Lyder, der Phryger,der Perser, der Makedonen, der Römer und der Byzantiner, die das Land um Corum besiedelten. Etwa um 1075 konnten oghusische Türken die Region erobern und im Jahr 1276 konnten die Mongolen von Emir Celalettin besiegt und vertrieben werden. Ab etwa 1400 erfolgte dann die Eingliederung in das Osmanische Reich.

Wie bereits erwähnt, ist trotz dieser bedeutsamen Ausgrabungsstätten, die Region Corum kaum touristisch erschlossen, so gibt es nur wenig gute Hotels und Restaurants. Erst nach und nach kommen Touristen nach dem Besuch von Hattuša und Alaca Höyük auch bis in die Provinzhauptstadt Corum.

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