Serapsa Han Karawanserei Alanya

Serapsa Han Karawanserei Alanya

Diese Karawanserei liegt an der Hauptstraße 15 km westlich von Alanyaund ist der erste Übernachtungsort vor Alara Han auf dem Weg nach Antalya.

Heute wird sie als Restaurant und für türkische Abende benutzt, und normalerweise gibt es zum Inneren nur bei diesen Anlässen Eintritt.

Der Bau ist 62 Meter lang und 9 Meter breit und hat 24 massive Stütztürme. Ausnahmsweise gibt es keinen Hof. Hier und dort sind antike Steine wiederverwendet, u.a. in den Säulen am Türflügel. Die viereckige Eingangspartie in der Mitte der nördlichen Fassade ist aus regulären porösen Kalksteinen erbaut, und die oberen Reihen sind auch dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen. Über dem bogenförmigen Eingangsportal ist eine arabische Inschrift zu sehen, der zufolge das Gebäude im Auftrag von Giyaseddin Keyhusrev I gebaut wurde. Dieser ist jedoch eher der Herrscher, der die Bautätigkeit, die von 1236 bis 1247 dauerte, abschloss. 

Angefangen wurde sie von dem namhaften Alaeddin Keykubad. Außer dem Haupteingang gibt es nur einen Eingang, auf derselben Seite am östlichen Ende angebracht. Durch das Tor gelangt man in den Mittelraum des Gebäudes, das die gleichen Ausmaße wie die übrigen acht Räume, vier auf jeder Seite, hat. Die Decke besteht aus einem langen Gewölbe. Jeder Raum hat ein Fenster, schmal wie eine Schießscharte, in jeder Außenwand und eine Plattform, die 30 cm über dem Boden liegt. Hier konnten die Reisenden liegen und sitzen, während Gepäck und Waren sowie die Tiere die Bodenfläche einnahmen. Am östlichen Ende gibt es einen schmaleren, rechteckigen Raum mit einem Mihrab (Gebetsnische) und einem ornamentierten Portal mit einer Inschrift, die darauf hindeutet, dass der Raum als Moschee angewandt worden ist. Dieses wird auch durch die Inschrift an der Außenseite der Eingangstür bestätigt: „Wer an Gott und den jüngsten Tag glaubt, hat die Pflicht, eine Moschee in Gottes Namen zu bauen.“

Karavanserei

Der Bau von Karawansereien ist für die Seldschukenzeit charakteristisch. Sowohl die Perser als die Römer hatten Gasthäuser für Reisende und Karawanen, aber die Seldschuken haben es wirklich systematisiert und große und kleine Stationen entlang allen Karawanen- und Pilgerstraßen gebaut. Sie haben sie sogar so stabil gebaut, dass sie viele Jahre benutzt werden konnten. Viele sehen nahezu wie kleine Burgen aus mit dicken Mauern. Eine Karawanserei war mehr als ein Gasthaus oder eine Herberge. Hier konnten sich alle Reisenden in Sicherheit unter einem Dach mit ihrem Reisegepäck, ihren Waren oder Tieren aufhalten, und hier konnte man schlafen, speisen, trinken, baden und beten. In der Regel waren auch Hufschmied, Barbier, Schneider, Arzt, Tierarzt, Geldwechsler, Flickschuster und andere nützliche Personen dort angestellt. Die Abstände zwischen den Karawansereien waren ungefähr 30 km, was ungefähr 9 „Kamelstunden“ entsprach.

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