Silifke - Kanlıdivane / Kanytellis

Silifke - Kanlıdivane / Kanytellis

Das antike Kanytellis, das heutige Kanlidivane, liegt 3 km nördlich der Hauptstrasse Mersin - Silifke, kurz vor Kumkuyu. 

Eine riesige Karstdoline bildet einst das Zentrum dieser antiken Stadt, die in hellenistischer Zeit zum Priesterkönigreich der Teukriden gehörte, wie das Zeichen dieser Dynastie - die Triskele - auf dem einzig erhaltenen griechischen Bauwerk zeigt. 
Viele Sagen und Geschichten ranken sich um diesen mysteriösen Einbruch, der Höhlen und unterirdische Gänge beherbergt, zu denen nur eine einzige in den Fels gehauene Treppe hinab führt und die an zwei Wänden Reliefs aufweisen kann. Es soll zunächst ein Heiligtum gewesen sein, das zur Verehrung des Zeus Olbius diente, ähnlich wie die Cennet Höhle auch, später dann sollen Verbrecher, ja sogar unheilbar Kranke, dort gefangen gehalten worden sein. 

In den Ruinen sind Spuren aus seleukidischen, römischen und byzantinischen Zeiten zu finden. Neben den Ruinen der Stadt sind die Nekropolen und eine tiefe Schlucht (der heilige Abgrund) sehr interessant. Der heilige Abgrund war in der Antike dem Kult des Zeus Olbios geweiht und gehörte dem Priesterstaat von Olba an.

An der westlichen Südwand erkennt man ein Felsrelief mit einer sechsköpfigen Familie. Das Krieger-Relief an der Nordwestseite des Felsens zeigt einen römischen Soldaten als stehende Figur. Von der Inschrift ist noch der Name Trogemes erkennbar. Rund um die heilige Schlucht erstreckt sich die Stadt Kanytelleis mit Resten von Palästen, die in byzantinischer Zeit in Kirchen umgewandelt worden waren. Die eigentliche Stadt erstreckt sich dahinter am gesamten Berghang entlang. Von den Wohnhäusern sind heute nur noch Grundmauern erhalten, allerdings bieten diverse Tempelgräber immer  noch ein imposantes Bild. Auf dem Rundweg um den Einbruch der Karstdoline ist neben einer guterhaltenen Zisterne auch ein Friedhof aus osmanischer Zeit zu sehen, der heute noch von den Nomaden aus den Bergen genutzt wird.

Der dreistöckige Turm aus hellenistischer Zeit wurde mit poligonalen Steinen erbaut. Neben den Inschriften an seiner Südwestecke befindet sich ein “ Triskelis “, das Wahrzeichen des Königreiches Olba. Die vier Basiliken stammen aus der byzantinischen Blütezeit ( 5. bis 6. Jh ). Zahlreiche Häuser und Zisternen sind noch gut erhalten.

Männerfelsen

Adamkayalar/Männerfelsen liegt ca. 8 km nördlich von Kizkalesi. Um zu dem Platz zu gelangen fährt man am besten über die Straße nach Hüseyinler. Am Schild „Adamkayalar“ verlässt man die Straße nach links und erreicht nach ca. 1 km einen Platz mit antiken Ruinen. Von hier aus geht es einen Pfad abwärts. Man folgt der neuzeitlichen Steintreppe und erreicht schließlich einen Vorsprung am Abgrund des Teufelstales. Hier sind berühmte 13 römische Reliefs an einer steilen Felswand dargestellt. Es handelt sich um Männer, Frauen und Krieger.

Nekropolen

Unweit der Hauptstraße findet man auf einer Seitenstraße Nekropolen mit weiteren Stein gehauenen Personendarstellungen.

Canbazli

Ein Dorf, das auf einem Plateau von ca. 1100 m liegt und in hellinistischer, römischer und byzanntinischer Zeit besiedelt war. Der Ort war in römischer Zeit schon mit einer gepflasterten Straße, die aus Korykos kommt und nach Olba/Ura und Kiokaisareia/Uzuncaburc weiter verläuft. Richtung Westen erreicht man nach 6 km das Dorf Yengli, dann Olba/Ura und schließlich Ucuncaburc (siehe gesonderter Reisebericht).

Ihr Detlef Heinzel
Quellangaben: http://www.wikipedia.de/

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