Bochum – „Glück auf“ – es geht zum Besucherbergwerk 2
1946 wurde das Bergbau-Museum zunächst mit einer kleinen Ausstellung wiedereröffnet. In den 1950er Jahren wurde das Museum neu aufgebaut und erweitert, 1960 waren die Strecken des Anschauungsbergwerks auf einer Gesamtlänge von 2.510 Metern ausgebaut.

1973 wurde Gerd Weisgerber Mitarbeiter des Museums, der die Montanarchäologische Abteilung aufbaute. Alle Bilder sind bewußt ohne Blitz aufgenommen, um die Atmosphäre unter Tage zu verdeutlichen.

Im Jahr 1974 zog auch das Geologische Museum des Ruhrbergbaus von der Westfälischen Berggewerkschaftskasse in Räume des Bergbau-Museum um. Weiterhin wurde das restaurierte Bethaus im Muttental sowie die Maschinenhalle der Zeche Zollern II unter Regie des Museums für die Öffentlichkeit freigegeben.

In diesem Jahr wurde auch zum ersten Mal mit 317.000 Besuchern die 300.000 Marke überschritten. Soweit erfasst, gliederten sich die 354.112 Besucher des Jahr 1976 in folgende Gruppen: Bergleute 13,5 %; Hauptschüler 40,5 %; sonstige Schüler und Studenten 9,1 %; Ausländer 9,3 % und sonstige Besucher 27,6 %.

In den Folgejahren wurde das Museum ständig erweitert und die Forschung um weitere Themen ergänzt. Das Museum hatte in den 1990ern bis Mitte der 2000er regelmäßig zwischen 380.000 und 400.000 Besucher pro Jahr.

Seit 1995 ist die Nachbildung des letzten deutschen Grubenpferdes Tobias im Anschauungsbergwerk zu sehen.
Am 6. Dezember 2009 wurde der Schwarze Diamant, ein Erweiterungsbau für Sonderausstellungen, eröffnet. Das Bauwerk mit seiner markanten tiefschwarzen und bei Sonneneinstrahlung glitzernden Fassade, entworfen von Benthem Crouwel Architekten, stellt sich als Schnitt durch ein Stollensystem dar.

Rainer Slotta war von 1987 bis 2012 Museumsdirektor. Von 2012 bis Mitte 2022 leitete der Chemiker und Konservierungswissenschaftler Stefan Brüggerhoff das Museum. Seit Juli 2022 amtiert die Archäologin Sunhild Kleingärtner als Wissenschaftliche Direktorin.

Von 2016 bis 2019 wurde das Museum saniert und umgebaut, dadurch waren die Ausstellungen nur teilweise zugänglich. Im Juli 2019 wurde das neugestaltete Museum wiedereröffnet. Durch die neu konzipierte Dauerausstellung führen nun vier Rundgänge: Steinkohle, Bergbau, Bodenschätze und Kunst.

Der Besuch des Anschauungsbergwerks ist für Museumsgäste mit einer Gehbehinderung oder einem Rollstuhl nur teilweise geeignet. Begleitung und Hilfestellung sind unter Tage unbedingt notwendig, können jedoch bei vorheriger telefonischer Anmeldung geleistet werden.

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