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Advent - feierlich und besinnlich bis Weihnachten

  • Geschrieben von Portal Editor
Advent - feierlich und besinnlich bis Weihnachten

Nun beginnt sie wieder, die Vorweihnachtszeit oder, wie sie auch genannt wird, die Adventszeit. Zeit der Weihnachtsmärkte und des wohligen Beisammenseins trotz teilweise großer Kälte im Außenbereich.

Und auch wenn es aufgrund zunehmender Probleme bedingt durch Migration aber auch Terror gerade zur Zeit nur wenig Anlass zur Freude gibt, so sollte man die Zeit zum Zusammentreffen und miteinander Plauschen nutzen. Laden Sie doch einmal Ihre neuen Nachbarn zum gemeinsamen Besuch eines Weihnachtsmarktes ein. Ein kultureller Gedankenaustausch und ein erster Schritt der Neuankömmlinge zur Integration in die Gesellschaft. Denn ......

..... woher stammt eigentlich dieser ursprünglich religiöse Brauch? Die Adventszeit war einmal eine Fastenzeit, die die Alte Kirche auf die Tage zwischen dem 11. November und dem ursprünglichen Weihnachtstermin, dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar, festlegte. Also durchaus einer Zeitspanne vergleichbar, die es auch in anderen Religionen als Zeitraum besonderer Anlässe im Jahr wie beispielsweise das Fasten gibt. Die Fastenzeit sowie die Adventszeit galt auch im Christentum als „geschlossene Zeit“. In diesen geschlossenen Zeiten durfte nicht getanzt und aufwendig gefeiert werden. Auch hier gibt es viele Parallelen, zum Beispiel zum Islam. Auch feierliche Trauungen durften in geschlossenen Zeiten nicht stattfinden, stille Trauungen dagegen schon. Erst seit 1917 wird das Adventsfasten vom katholischen Kirchenrecht nicht mehr verlangt.

Die Adventszeit in der heutigen Form geht bereits auf das 7. Jahrhundert zurück. Sie wurde tempus ante natale Domini („Zeit vor der Geburt des Herrn“) oder tempus adventūs Domini („Zeit der Ankunft des Herrn“) genannt. In der römischen Kirche des Westens gab es zunächst zwischen vier und sechs Sonntage im Advent, bis Papst Gregor der Große ihre Zahl erstmals auf vier festlegte. Die vier Sonntage standen symbolisch für die viertausend Jahre, welche die Menschen gemäß kirchlicher Geschichtsschreibung nach dem Sündenfall im Paradies auf den Erlöser warten mussten.

Nach dem so genannten „Straßburger Adventsstreit“ wurde auf Betreiben Kaiser Konrads II. auf einer Synode im Jahre 1038 die Frage entschieden, ob sich die Adventszeit über vier volle Wochen erstrecken müsse. In Jahren, in denen Weihnachten auf einen Montag fällt, wird der Heilige Abend als vierter Adventssonntag gezählt; mit der Vesper beginnt dann das eigentliche Weihnachtsfest. Diese Regelung wurde von dem Konzil von Trient bestätigt, nachdem sich abweichende regionale Traditionen etabliert hatten. Die rechtsverbindliche Regelung erfolgte 1570 durch Papst Pius V. In einigen Diözesen, die im Ambrosianischen Ritus verblieben sind, z. B. im Erzbistum Mailand, hat sich die sechswöchige Adventszeit bis heute erhalten.

Man betonte im gallischen Bereich das endzeitliche Motiv der Wiederkunft Christi, das zur Ausgestaltung des Advents als Zeit einer ernsthaften Buße führte, wohingegen im römischen Einflussbereich das weihnachtlich-freudige Ankunftsmotiv der Menschwerdung Gottes Einfluss gewann. Dieser Ambivalenz wird an den unterschiedlichen Adventssonntagen in der Liturgie Rechnung getragen.

Advent, eigentlich Adventus Domini (lat. für Ankunft des Herrn), bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi, Weihnachten, vorbereitet. Die Christen gedenken der Geburt Jesu und feiern sie als Menschwerdung Gottes. Zugleich erinnert der Advent daran, dass Christen das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt für die römisch-katholische Kirche und die evangelische Kirche auch das neue Kirchenjahr.

Ursprünglich entsprach der Begriff Advent dem griechischen Begriff epipháneia („Erscheinung“, siehe Epiphanias) und bedeutete im Römischen Reich Ankunft, Anwesenheit, Besuch eines Amtsträgers, insbesondere die Ankunft von Königen oder Kaisern. Es konnte aber auch die Ankunft der Gottheit im Tempel ausdrücken. Dieses Wort übernahmen dann die Christen, um ihre Beziehung zu Jesus Christus zum Ausdruck zu bringen.

Allein aus diesen wenigen Zeilen ist schon der stetige Wandel in der Bedeutung des ursprünglichen Anlasses der Adventszeit im Laufe der Zeit erkennbar. Dieser Wandel wird sich weiter fortsetzen, das zunächst Fremde wird bekannt und verbreitet - vielleicht auch in Richtung Angleichung der Werte der verschiedenen Glaubensausrichtungen, der Kulturen.

Der Ausgangspunkt aller Religionen ist eindeutig: grundlegende Regeln für menschliches Zusammenleben.

Eine frohe und besinnliche Vorweihnachtszeit Ihnen allen!

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