Gebetsketten im Islam - ins Guinness Buch?

Gebetsketten im Islam

Sicherlich sind auch Ihnen während Ihres Urlaubs oder auch zu Hause mit eventuell katholischer, evangelischer oder auch türkischer Nachbarschaft schon die kleinen Gebetsketten aufgefallen, die von einer Vielzahl gläubiger Menschen bei der Ausübung ihrer Gebete zur tieferen Besinnung genutzt werden.

In der katholischen Kirche mit Barmherzigkeitsrosenkranz, kleiner Rosenkranz zum Jesuskind oder Rosenkranz Unserer Lieben Frau von den Tränen bezeichnet; in der evangelischen Kirche mit Christus-Rosenkranz oder Perlen des Glaubens genannt; liegt rein zahlenmäßig das größte Nutzerpotential allerdings im Islam, wo die Gebetsketten mit Mishaba oder Subha bezeichnet werden. Einmal mehr wird jedoch deutlich, wie groß die Parallelen in den Weltreligionen sind, letztendlich haben alle Religionen den gleichen Ausgangspunkt.

Grundsätzlich sind Rosenkranz und Misbaha Ketten, die von Mitgliedern der verschiedenen Religionen verwendet werden, um die Wiederholungen von gleichen oder gleichartigen Gebeten, Gesängen oder Andachten zu zählen. Oftmals werden sie auch zur Meditation oder zur Entspannung verwendet. In der nicht-arabischen Umgangssprache wird die islamische Gebetskette aber oft auch Tasbih oder im Türkischen Tesbih bzw. Tespih genannt, was jedoch nicht ganz korrekt ist, denn diese Namen bezeichnen eigentlich den Vorgang, also die Lobpreisung (Gottes), obwohl alle Wörter auf dieselbe Wurzel zurückführen sind.

Die Misbaha gibt es in verschiedensten Formen und Farben. Sie kann aus verschiedensten Materialien, wie z. B. aus Holz, Halbedelstein oder Kunststoff, klein oder groß, hergestellt worden sein. Es gibt sie mit 11, 33, 99 oder 1000 Perlen; am häufigsten verwendet werden allerdings jedoch Gebetsketten mit 33 oder 99 Perlen. Die Gebetskette mit 99 Perlen ist häufig in drei Teile unterteilt, die wiederum aus jeweils 33 Perlen bestehen.

Man kann beim Benutzen der Subha auf zwei verschiedene Weisen vorgehen:

  • •          33-mal Gott preisen für seine Werke und sein Tun („Subhann-allah“)
  • •          33-mal Gott danken („Alhamdulillah“)
  • •          33-mal Gott seine Großartigkeit, Allwissenheit, Mächtigkeit und Gerechtigkeit bezeugen („Allahu-akbar“).

Bei der zweiten Variante kann man die oben genannten Aspekte bei jedem einzelnen Abschnitt wiederholen. Beim Gebet mit der Gebetskette können aber auch entweder die im Koran vorkommenden 99 Namen Allahs rezitiert oder andere religiöse Formeln gesprochen werden.

Ferhat Sener hat jetzt die bislang kleinste islamische Gebetskette aus Bernstein angefertigt.

In Sanliurfa hat Ferhat Sener in seiner Freizeit die kleinste islamische Gebetskette hergestellt. An der Anfertigung der 33 Perlen hat der gelernte Zahntechniker rund zweieinhalb Monate gearbeitet. In seiner Wohnung richtete Sener sich einen Werkraum ein, um die 1-Cent-Stück große und weniger als 1 Gramm schwer Kette in Handarbeit anzufertigen. Die kleinste Gebetskette will er versteigern und die Einnahme einer wohltätigen Organisationen zugute kommen lassen.

In das Guinness-Buch der Weltrekorde will Ferhat Sener mit seiner kleinsten islamischen Gebetskette auch.

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