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Struga - ein zunehmend touristisch geprägter Ort

Struga - ein zunehmend touristisch geprägter Ort

Mittlerweile einige Tage auf dem Campingplatz Rino "zu Hause" und die Umgebung mit dem Fahrrad erkundend, hatten wir uns heute aufgemacht, ins Stadtzentrum von Struga zu radeln.

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Wir nutzten erneut den Radweg direkt am Ufer des Ohridsees und parkten die Fahrräder in der Nähe des Stauwehrs zwischen dem See und der Schwarzen Drin, um uns zu Fuß in die Innenstadt zu begeben.

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Zunächst ging es über die hölzerne Brückenkonstruktion in Richtung öffentlicher Badestrand, der sich im Zentrum der Stadt befindet. Eines der gut besuchten Strandcafes direkt an der Drin Brücke.

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Ein Blick auf den kleinen, natürlichen Hafen im Übergang vom Ohridsee in die Schwarze Drin. Nirgendwo vorher hatten wir eine derartig hohe Anzahl von Fischen direkt in Ufernähe gesehen.

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Einige Verkaufsstände bieten notwendiges Badezubehör zu kleinen Preisen an, so das auch der Kurzentschlossene das saubere Wasser des Sees noch zum Baden nutzen kann.

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Der gesamte Uferbereich ist mit Terrassenwegen auf zwei Ebenen gesäumt, wobei der obere Weg rechtsseitig gerade einen neuen Steinbelag erhielt.

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Linksseitig der Schwarzen Drin ist das Ufer gesäumt von einer Vielzahl unterschiedlichster Cafes und Restaurants, erstaunlicherweise und trotz der frühen Stunde, schon gut belebt.

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Noch wird Struga überwiegend von Urlaussuchenden des Balkans, überwiegend des früheren Jugoslawiens, besucht. Aus Westeuropa trafen wir hauptsächlich auf Holländer, die den See als Urlaubsziel entdeckt haben.

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Mit dem Tourismus kommt auch Bewegung in die Wirtschaft des Ortes. Sehr gut an der Entwicklung der Infrastruktur sowie an den neueren Bauten zu erkennen. Struga ist seit jeher das wirtschaftliche Zentrum des Gebiets nördlich des Ohridsees. Durch den Kontakt zwischen Albanern, Mazedoniern, Türken, Serben, Bosniaken, Aromunen und Roma ist eine vielfältige Kultur entstanden.

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Das traditionelle Handwerk ist dabei eines der wichtigsten kulturellen Erbe der Stadt. Goldverarbeitung, Schmuckherstellung, Strickarbeiten, Tonverarbeitung sowie Holzschnitzerei gehören zur Tradition von Struga. Durch den wachsenden Tourismus konnten an vielen Häuser Fassaden erneuert, verputzt und gestrichen, so das sich ein harmonisches, gewachsenes Uferbild ergibt. Sehr gut auch, das der Baumbestand am Ufer erhalten geblieben ist und, so zumindest der Anschein, auch gut gepflegt wird.

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Auch wenn Struga bei der Quantität und Qualität der kulturellen Veranstaltungen oft im Schatten der Schwesterstadt Ohrid steht, hat sie als Kleinstadt auch ein relativ beliebtes und vor allem traditionelles Angebot. Es wird vor allem im Frühling und Sommer aktiv, wenn der Fremdenverkehr seinen Höhepunkt erreicht und in Struga Touristen vor allem aus albanischen Gebieten Urlaub machen.

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Am Ufer der Schwarzen Drin wechseln sich moderne, neu gestaltete Gebäude mit den traditionellen Häusern der Region ab, was ein farbenprächtiges Uferbild ergibt.

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Etwas weiter bildet das Kasino den Abschluss der bisherigen Stadterneuerung. Gleich im Anschluss die ältere Bebauung mit kleinem, unscheinbarem Friseurgeschäft und einer Wechselstube.

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Die Haupteinkaufsstraße von Struga mit vielen kleinen Geschäften und Straßencafes, teilweise außergewöhnliche Speisenangebote, die den Besuch sehr interessant werden ließen.

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Im kleinen Stadtpark von Struga stießen wir auf diese Kirche, überhaupt gibt es zahllose religiöse Gebäude in der Umgebung. Die Kirche des Heiligen Nikolaus Drimeni sei hier als erstes genannt. Auch die Kirche des Heiligen Georg mit einer Freske aus dem Jahr 1267, welche den Patron der Kirche darstellt, soll nicht unerwähnt bleiben; das Gebäude wurde auf dem Grund einer älteren Kirche errichtet.

Weitere bedeutende Kirchen in der Region gibt es in Kališta (rund 5 Kilometer südwestlich am Ohridsee gelegen) und in Vraništa (ca. 4.5 Kilometer nördlich gelegen).

Die Basiliken in den benachbarten Dörfern Zagračani und Oktisi sowie südlich des Dorfes Podmolje stammen vermutlich aus dem 3. bzw. 6. Jahrhundert. Heute sind sie zum Teil verfallen.

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