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Steinmännchen am Ortsrand von Olympos

Steinmännchen am Ortsrand von Olympos

Während unserer Erkundungen im Nationalpark bei Olympus stießen wir unter anderem auch auf ein kleines Waldgebiet, das eine Vielzahl von Steinmännchen, auch Steindauben genannt, "präsentierte".

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Steinmännchen oder Steindauben sind lose aufeinander gestapelte Steine in Form kleiner Hügel oder Türmchen. Sie entstanden in ihrer Funktion einst als archaische Form des Wegzeichens, werden aber bis heute weltweit benutzt, auch um sich selbst als Steinsetzer zu präsentieren.

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In früheren Zeiten, als es in unzugänglichen Regionen oftmals kaum Straßen und nur Fuhrwerke gab, kennzeichneten Steinmännchen Pfade von Dorf zu Dorf oder Passwege über Gebirgskämme.

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Meist besteht ein Steinmann aus annähernd kegelförmig aufgeschichteten größeren Steinen mit mindestens drei Lagen, da eine solche Anordnung als Zufallsergebnis von Naturkräften unwahrscheinlich ist. Zylinderförmige Bauten gibt es auch, sie sind aber weniger stabil und verlieren deswegen schneller ihre Funktion.

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Die Markierung soll insbesondere in unwegsamem und unübersichtlichem Gelände – wie Gebirge, Hochgebirge, Steppe und Wüsten – die Orientierung erleichtern. Steinmännchen sind oder waren in allen besiedelten Gebieten der Erde verbreitet. Normalerweise ist ein Steinmann zwischen 0,5 und 1,5 Meter hoch, an markanten Stellen auch höher.

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In verschiedenen Kulturen sind mit ihnen weitere, oft religiöse Gebräuche verbunden. Bereits im Antiken Griechenland erhielten als Wegmarkierung angelegte Steinmännchen eine zusätzliche kulturelle Bedeutung.

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Aus ihnen entwickelten sich die Hermen, an Wegkreuzungen angelegte Kultbilder des Weggottes Hermes, dessen Name mit dem altgriechischen Begriff für einen Steinhaufen hermaion in Verbindung steht.

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Heute helfen sie vor allem Freizeitwanderern auf dem richtigen Pfad zu bleiben. Vor allem bei Nebel und dichter Bewölkung, wenn das umliegende Gelände verhüllt war und wenig Orientierung bot, und auch bei Schneebedeckung, waren sie oft lebenswichtig – zumal manche Pfade die einzigen sicheren Übergänge waren, die man keinesfalls verfehlen durfte. Steinmänner wurden über Generationen hinweg von Einheimischen instand gehalten.

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In westlichen Kulturen werden Steinmännchen an markanten Orten ohne religiösen Hintergrund errichtet. Sie dienen Wanderern als Ausdruck ihrer Verbundenheit mit dem Ort, der Identifikation mit Traditionen und als symbolische Inbesitznahme der Umwelt.

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In stark durch Tourismus und Erholung genutzten Gebieten werden oft große Ansammlungen von Steinmännchen errichtet, die keine Funktion als Wegweiser o. ä. haben.

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Soweit dies an Orten geschieht, in denen keine dicken Stein- und Schotterlagen vorherrschen, können sich daraus Konflikte mit dem Naturschutz ergeben, weil Steine aus ihrer natürlichen Lage entfernt werden, wo sie zur Bodenbefestigung dienten.

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