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Heiße Quellen – im Winter eine Wohltat – auch bei Kavala

Heiße Quellen – im Winter eine Wohltat – auch bei Kavala

Wer von Thessaloniki kommend Richtung Kavala fährt, vorbei am so bekannten Löwen Monument von Amphipolis, erreicht schon weit vor Kavala an der Küstenstraße einen Abzweiger nach rechts, der zu den heißen Quellen führt.

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Einst eine mondäne Badeanlage, sind Gästehäuser und Einrichtungen dem Verfall preisgegeben, nur ein paar Aussteiger leben noch in diesem Idyll von Grün und heißen Quellen, die zum Baden einladen.

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Generell treten Thermalquellen in Bereichen mit erhöhter vulkanischer Aktivität (z. B. Japan, Taiwan, Island, Griechenland, der Türkei) und bzw. oder in der Nähe von tiefreichenden Strömungssystemen (z. B. Aachen, Baden-Baden) auf.

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Das Wasser wird unterirdisch erhitzt, entweder durch vulkanische Aktivitäten oder indem das Wasser bis in tiefere Bereiche der Erde zirkuliert und sich dort entsprechend der geothermischen Tiefenstufe erwärmt.

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Dabei erreichen die heißesten Quellen Europas in Bad Blumau (Tiefbohrung) 107 °C, Bad Radkersburg (Tiefbohrung) 80 °C, Chaudes-Aigues (Frankreich, natürliche Quelle) 81,5 °C, Aachen (natürliche Quelle) 74 °C, in Karlsbad (natürliche Quelle) 72 °C und in Wiesbaden (natürliche Quelle) 66 °C.

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In vulkanogenen Gebieten ist die Wassertemperatur teilweise nahe dem Siedepunkt. Wobei generell zu beachten ist, dass der Siedepunkt von Wasser abhängig von dem Luftdruck und der Menge der gelösten Stoffe ist und die oben angegebenen Wassertemperaturen mitunter untereinander nicht vergleichbar sind.

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Beim Aufstieg an die Erdoberfläche werden meist verschiedene Gase, wie beispielsweise Schwefel-Gase oder Kohlendioxid, freigesetzt.

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Heiße und warme Quellen werden gerne für therapeutische Zwecke genutzt, da sie reicher an gelösten Mineralien sind als kalte Quellen. Bei den Indianern Nordamerikas waren heiße und warme Quellen bereits vor über 10.000 Jahren bekannt und fanden als Heilstätten Verwendung.

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Der Jordansprudel in Bad Oeynhausen wurde 1926 erbohrt und ist mit einer Tiefe von 725 m und einer Schüttung von 3000 l/min die größte kohlensäurehaltige Thermalsolequelle der Welt.

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Zu den ergiebigsten Thermalquellen Deutschlands gehören ferner die Aachener und die Wiesbadener Thermalquellen. Diese Quellen führten oft zum Bau von Thermalbädern. In Wiesbaden werden auch das Neue Rathaus und zwei Wohnkomplexe mit Thermalwasser beheizt.

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Thermalquellen können auch als Energiequellen genutzt werden. Aus geothermaler Energie wird in Island beispielsweise über 50 Prozent der Primärenergie des Landes gewonnen. Die Bláa Lónið (dt. Blaue Lagune) ist eine künstliche heiße Quelle, die mit dem Abwasser eines Geothermalkraftwerkes gespeist wird. Sie ist eine beliebte Touristenattraktion auf der Reykjanes-Halbinsel.

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