Ágios Pávlos - Die Paulus Quelle bei Neos Marmaras

Ágios Pávlos - Die Paulus Quelle bei Neos Marmaras

Unsere Erkundungen auf Chalkidiki sollte uns heute zunächst zur so genannten Paulus Quelle an der Kapelle Ágios Pávlos  führen, auch um einen ersten Wanderweg auf Sithonia zu erkunden, der sich um den Felsen Petros erstreckt.

Die Abzweigung zur Kapelle Ágios Pávlos mit der gleichnamigen Quelle, die angeblich der heilige Apostel Paulus mit seinem Wanderstab aufgetan haben soll, ist leider leicht zu verfehlen. Rund fünf Kilometer nach der Zufahrtsstraße zum Strand von Kastri geht direkt in einer unübersichtlichen Kurve links ein schmaler, asphaltierter Weg den Hügel hinauf, ein hölzernes Hinweißschild (siehe Bildergalerie) ist zu sehen (etwa 300 Meter nach Kilometerschild 47).

Das kleine Sträßchen windet sich etwa zwei Kilometer hinauf in felsiges Gelände mit Olivenbäumen und fast verfallenen Steingehöften, in denen Ziegen Unterstand finden. Bald kommt die kleine, etwas abseits des Weges gelegene, weiß getünchte Kapelle auf der rechten Straßenseite in Sicht. Daneben liegt die Quelle als öffentlich nutzbarer Raum in Stein gefasst. Das klare Quellwasser plätschert durch eine kleine Rinne und dient nicht nur Wanderern zur Erfrischung. Oftmals nutzen die Einheimischen das Wasser, um ihre Trinkwasserbestände aufzufüllen, denn das Quellwasser ist von exzellenter Qualität. Im Baum neben der Kapelle hängt eine Glocke und im Innern des idyllisch gelegenen Steingebäudes sind einige Ikonen unter knorrigen alten Holzbalken zu sehen.

Das große Plateau gestaltet sich wie ein Garten voller Felsen, durchsetzt von Pinienbäumen, vielen Sträuchern und typischen mediterranen Gewächsen. Wie auch viele andere Routen in diesem Gebiet, sind die Waldwege gesäumt von Bienenstöcken, welche den süßen Geruch von Blüten und Honig in der Abhängigkeit der Jahreszeit verbreiten. Um die Route fortzusetzen, wählen wir den schmaleren Weg von der Kirche Agios Pavlos Richtung Osten (beachten Sie die vorhandenen Wegweiser). Nachdem wir etwa 400m auf diesem Weg zurück gelegt haben, Wegweiser findet man an zahllosen Bäumen, die uns auf den südöstlich führenden „Poseidon“-Weg führen, der nach circa 300m in einer Waldlichtung endet. Von hier beginnt ein schmaler Waldweg, welcher direkt zum Felsen „Petros“ führt.  Die Route windet sich von hier an durch die Wälder und Lichtungen auf denen mitunter Ziegen und Schafe grasen.

Die Felsen und der Wanderweg reflektieren aufgrund des hohen Gehalts an Mineralien das Sonnenlicht, welche in der Industrie als natürlicher Isolatoren genutzt werden und sorgen somit für einen beeindruckenden Glans der sich über die Landschaft legt. Die Wanderstrecke führt Sie nun von der Lichtung weiter in süd-östlicher Richtung, direkt nördlich des Felsens „Petros“, welcher aus vielen Bäumen hervorsticht. Von hier aus folgen wir dem grasigen Weg zum südlichen Ende von „Petros“, wo sich viel alte Olivenbäume befinden. Von dort wenden wir uns nach rechts und begeben uns zu zwei hohen Pinienbäumen am südlichen Ende des Felsens „Petros“. Exakt zwischen diesen beiden Bäumen beginnt der Weg der uns auf den Felsen führt, der den unvergesslichen Ausblick auf Sithonia ermöglicht.

Um nun zurück zur Kirche „Agios Pavlos“ zu gelangen, begeben wir uns durch die Olivenbäumen auf dem nord-westlichen Wanderweg (achten Sie wiederum auf die Wegweiser Richtung „Agios Pavlos“). Sobald der Weg wieder in den Wald gelangt, führt er uns um einen kleinen Hügel herum und bietet so eine weitere Panoramaaussicht auf die Westküste und die Insel „Kelyfor“. Die Route bringt uns weiter nord-östlich durch den Pinienwald, während sich rechts von uns ein großes Felsgebilde ausbreitet. Wir gelangen nun nach kurzer Zeit an einen Zaun, der einen Olivenwäldchen umzäunt. Von hier aus folgen wir dem Zaun, der uns um das Olivenwäldchen herum und direkt zurück zur Kirche „Agios Pavlos“ führt.

Diese relativ einfache Anfängerroute kann auch direkt an der Hauptstraße begonnen werden, wer die Anfahrt beispielsweise mit dem Sithonia-Bus anreisen möchte. Die Strecke selbst besteht aus einfachen Waldpassagen und schmalen Waldwegen, welche einen wunderschönen Ausblick auf die Küste und darüber hinaus gewähren. Petros ist der höchste Punkt der umgebenen Strecke und bieten denen die kein Problem mit der Höhe haben, einen Aufstieg der mit einem unvergesslichen Ausblick auf die Halbinsel Sithonia belohnt wird. Von der Kirche wandert man dann weiter auf dem Weg zurück zur Hauptstraße, den Sie bereits auf dem Hinweg genießen durften.

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