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Stobi - Archäologen Gastgeber während Camper-Kulturreise

  • Geschrieben von Portal Editor
Stobi - Archäologen Gastgeber während der Camper-Kulturreise

Seit einigen Jahren bestehen enge Kontakte zur Ausgrabungsstätte Stobi in Mazedonien nun mittlerweile und damit auch zur Gruppe der Archäologen und Konservatoren und ihrer umfänglichen Arbeit in der antiken Ruinenstadt Stobi mit seiner eindrucksvollen Basilika und dem eindrucksvollen Theater.

Stobi, der Hauptort der antiken Landschaft Paionien, bietet sich immer mehr als wirklich interessanter Zwischenstopp auf der Balkanroute in den Süden an. Direkt an der Autobahn Belgrad - Thessaloniki gelegen bietet das riesige Grabungsgelände der unterschiedlichen antiken Epochen mit den wirklich hervorragend erhaltenen und konservierten Mosaiken auch ein kleines Cafe sowie Toilettenanlagen an, so das auch die Übernachtung vor Ort mit der notwendigen Grundausstattung Frischwasser und Toilettenanlage möglich ist. Verbinden sie Ihren Besuch der Grabungen also doch auch mit einem Standort für Ihre Übernachtung während der Reise in den Süden.

Aufgrund der interessanten Lage im Mündungsbereich des Flusses Erigon in den Vadar und der Lage an einer Hauptroute, die die mittlere Donau mit der Küste der Ägäis verband, wurde Stobi später von den Makedonen erobert und gelangte dann zusammen mit Makedonien im 2. Jahrhundert v. Chr. unter die Herrschaft der Römer. Die Ruinen von Stobi bilden heute die wohl bedeutendsten antiken Überreste auf dem Gebiet der Republik Mazedonien. Das riesige Grabungsgelände befindet sich unmittelbar nördlich der mazedonischen Autobahn A1, die auch als Autoput Bratstvo i jedinstvo bezeichnet wird, südlich der Ortschaft Gradsko. Das Grabungsgelände und die restaurierten Gebäude bilden heute ein wirklich interessantes Freilichtmuseum der Archäologie.

Der Ort der Ansiedlung bei Stobi war schon seit dem Neolithikum mehrfach besiedelt worden, denn sie lag in einem für die Landwirtschaft sehr günstigen Gebiet und an einer für den Balkanhandel wichtigen Nord-Süd-Verbindung. Das flache Terrain bot allerdings wenig Möglichkeiten zur Befestigung des Ortes. Ursprünglich umfasste das besiedelte Gebiet kaum 2,5 Hektar. Dass die Paionier Stobi im 5. Jahrhundert zu ihrer Hauptstadt machten – vorher war dies das weiter nördlich gelegene Bylazora – trug zum Aufblühen der Stadt bei.

Philipp II. eroberte Paionien um 350 v. Chr. und gliederte das Land in sein Reich ein. Allerdings handelte es sich um eine begrenzte Abhängigkeit, denn in Stobi gab es weiterhin paionische Könige, die als Statthalter Philipps regierten. Im 4. und 3. Jahrhundert war die Bevölkerung Stobis bereits weitgehend hellenisiert.

Nach dem Sieg der Römer über Makedonien 167 v. Chr. wurde 148 v. Chr. die römische Provinz Macedonia gebildet, zu der Stobi gehörte. In der Verwaltungsorganisation der Römer spielte die Stadt keine bedeutende Rolle. In der Stadt kreuzten sich jedoch mehreren Römerstraßen, Abzweigungen der Via Egnatia und der Via Militaris. Die Stadt entwickelte sie sich gut und die Bevölkerung wuchs stark an, wie sich an der mehrfachen Erweiterung des bebauten Areals erkennen lässt. 69 n. Chr. erhielt die Stadt den Status eines Municipiums. Aus dieser Zeit sind einige Münzprägungen des municipium Stobensium bekannt.

Unseren jetzigen Besuch hatten wir bereits im Vorfeld der teilgeführten Camper-Kulturreise durch Albanien, Mazedonien und Griechenland angekündigt und so empfing uns einer der Archäologen zur persönlichen Führung durch das Gelände bereits kurz nach unserer Ankunft an den Unterkünften der Archäologen, wo er bei einem Kaffee einen kurzen Überblick über das Grabungsgelände und die speziellen Optionen in Stobi im Besonderen erläuterte.

Verständlicherweise waren die Camper-Kulturreisenden begeistert von den doch so persönlich vorgetragenen Erkenntnissen und Entdeckungen im Grabungsgelände, die einen tiefen Einblick in die Geschichte der Siedlung und der Stadt erlaubte. Hoch interessant auch die aufgefundenen jüdischen Einrichtungen, die parallel zu den anderen Religionskulturen bereits sehr frühzeitig bestanden.

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