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Die Egerer Burg - Festung der Stadt Cheb

  • Geschrieben von Portal Editor
Die Egerer Burg - Festungsanlage der Stadt Cheb

Die ehemalige Kaiserpfalz, auch Egerer Burg genannt, entstand vor dem Ende des 12. Jahrhunderts durch Erweiterung und Umbau der älteren Steinburg, die auf der Akropolis einer slawischen Burgstätte entstanden war.

Aus Aufzeichnungen ist zu ersehen, das der Name der umgebenden Stadt noch im Jahr 1061 Egire war, einem slawischen Wortstamm. Im Deutschen ist die Stadt und auch die Burg nach dem Fluss Eger benannt, an dessen Ufern sie liegt. Der Gewässername hat indoeuropäische Wurzeln: Agriā hat in etwa die Bedeutung "der stark strömende, wilde Fluss".

Ab dem 14. Jahrhundert sind Eger und Cheb dokumentiert, 1374 sogar im selben Text, „Egra in boemica lingua Cheb“. Der tschechische Name kann auf eine alte Form von ohyb (Biegung) zurückgeführt werden und bezieht sich wahrscheinlich auf den Verlauf des Flusses bei der Stadt. Daneben gibt es die Ideen maßgeblicher Historiker, dass die Slawen eine ursprünglich germanische Bezeichnung (Chub) für eine Höhen- oder Hanglage über dem Fluss übernommen hätten.

Der römische Kaiser Friedrich I Barbarossa begann mit dem Bau der Kaiserpfalz im Jahre 1179. Die Egerer Burg ist heute die einzige staufische Kaiserpfalz im Gebiet Tschechiens mit einer vollkommen erhaltenen Kapelle, wir haben darüber bereits berichtet. Außer der Kapelle wurde bis heute gleichwohl ein Gebäudeteil des seiner Zeit prunkvollen Palastes mit einzigartigen fünfteiligen romanischen Fenstern und mächtigem Wehrturm, dem schwarzen Turm, erhalten, der aus Vulkan-Tuffstein gebaut wurde.

Der kantige Turm steht auf viereckigem Grundriss von 9 x 9 Metern, er ist 18,5 Meter hoch und die Mauern sind in den unteren Partien des Turmes bis zu 3 Meter dick. Das gesamte Burgareal wurde lange Jahre archäologisch in allen historischen Zusammenhängen durchsucht und es wurden weit reichende Umbauarbeiten durchgeführt.

Die Burg wird gleichwohl mit vielen interessanten Geschichten und Sagen umwoben und mit ihrer Geschichte werden viele wichtige historische Ereignisse verbunden.

Zur Zeit des Sozialismus wurde der Burghof als Amphitheater und Sommerkino genutzt, dies bis zum Jahr 1991. Seit dem Folgejahr 1992 gehört die Egerer Burg zum Besitz der Stadt Cheb, die seit 2012 auch die Verwaltung gewährleistet.

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