Zur Geschichte von Halikarnassos und Bodrum

Zur Geschichte von Bodrum
Zur Geschichte von Bodrum

Bodrum, das antike Halikarnassos, ist vor allem aufgrund des einst dort befindlichen Mausoleum berühmt, ein Grabmal, das sich der persische Satrap und König von Karien Mausolos II. noch zu Lebzeiten errichten ließ. Das riesige Mausoleum galt als eines der sieben Weltwunder der Antike.

Bodrum war allerdings schon lange davor eine der Wiegen moderner Zivilisationen. Es ist erforscht, das die Region bereits um 3.000 vor Christus besiedelt war.

Während einer langen Zeitdauer wurde es wieder und immer wieder bei zahllosen Invasionen aus Richtung der ägäischen Inseln überfallen und zerstört. Bodrum einzunehmen wurde als so bedeutend angesehen um von hier aus das Ägäische und auch das Mittelmeer zu kontrollieren.

Die erste Siedlung wurde auf der kleinen Felseninsel aufgebaut, auf der heute die Burganlage steht. Als die Kreuzritter hierher kamen um die Festung zu bauen, fanden sie die Ruinen einer wesentlich älteren Festung vor, die nach heutigen Erkenntnissen von den Doriern / Dorianern ungefähr 1100 vor Christus erbaut worden war. Nach der Zerstörung durch Alexander den Großen erlangte Halikarnassos nie mehr seine frühere Bedeutung. 

Die folgenden Siedlergruppen waren die Karier und die Lelegianer. Beide Gruppen lebten auf den umgebenden Bergen auf der Halbinsel von Bodrum. Bodrum war besonders für die Zivilisation der Karier von Bedeutung, da es auf halben Weg zwischen Lykien und Ionien lag. Bodrum mußte während der langen Geschichte seiner Vergangenheit häufig die Herrschaft verschiedener fremder Mächte ertragen – so gab es die Perser, die Makedonier, das Römische Reich, die Byzantiner. Während der byzantinischen Periode wurde es relativ ruhig. Wie auch immer, die Stadt wurde auch für die Kreuzritter von Rhodos im Mittelalter zur zweiten Heimat.

Später verloren auch die Byzantiner ihre Macht über Anatolien nachdem sie vom König der Seljuken Alpaslan in Malazgirt geschlagen worden waren. Ritter von Rhodos haben die Festung St. Peter im Jahr 1420 im immer noch erhaltenen Zustands erbaut. Der Sultan Süleyman, der Wunderbare genannt, verjagte die Ritter von Bodrum woraufhin den Osmanen die Burg 1523 kampflos in die Hände fiel. Als die Johanniter Rhodos aufgaben, eroberte Sultan Süleyman so auch gleich noch Rhodos mit, das er dann mit in das Osmanische Reich eingliederte. Das Osmanische Reich entwickelte sich sehr schnell und wurde während der Regentschaft von Süleymann auch sehr erfolgreich. Die Osmanen nutzten die Burg bis ins 20. Jahrhundert als Ort für Verbannte.

In der frühen Neuzeit sank Bodrum auf den Status eines unbekannten und abgelegenen Fischerdorfes hinab. Den Anstoß zu seiner heutigen Entwicklung als Erholungsort und Künstlerkolonie gab der Dichter und Maler Cevat Şakir. Nach Bodrum verbannt, versammelte er seine Künstlerfreunde um sich, begründete die „Blauen Reisen“ mit den ortsüblichen Gulets und kreierte das inzwischen typische weißgestrichene Flachdachhaus mit den charakteristischen Dachecken. So wurde der „Fischer von Halikarnassos“ zum Begründer des heutigen Touristenbooms.

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