Wakeboard – junge Wassersportart in der Türkei!

Wakeboard – junge Wassersportart

Mittlerweile sind bereits eine Vielzahl unterschiedlicher Wassersportarten mit und ohne technische Hilfsmittel aus Europa und den USA in der Türkei verbreitet, doch hin und wieder trifft man auf weitere Neuheiten.

Dies gilt insbesondere für die Nutzung des Wakeboards, einer Art Wasserski auf einem Brett vergleichbar dem Wellenreiten.

Und hier ist auch der Ursprung zu sehen, denn den Vortrieb im Wellenreiten erhält man durch die Energie aus den Wellen. Bei zu wenig oder zu geringen Wellen war schnell Hilfe durch Motorboote nutzbar. Viele Beschränkungen und Umweltauflagen beendeten aber auch die Motorbootnutzung vielerorts. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis man auch für diese Sportart eine Art Arena entwickelte.

Waren es zunächst Schleppliftanlagen, die in den USA und in Europa den Wasserskisportler begeisterten, entdeckte auch der Wakeboarder schnell die Möglichkeiten dieser Anlagen. Starkes Interesse vieler Jugendlicher am Surfen gepaart mit positiver Promotion in den Medien und geschickter Eventplanung für Cable Wakeboarder gab dieser Sportart viel Auftrieb. So war es auch nur eine Frage der Zeit und dem Investment erster Anlagenbauer, bis diese Sportart auch in der Türkei Fuß fassen sollte. Erste Anlagen entstanden so in der Türkei bei Bursa, auf der schon im Jahr 2008 und 2009 erste internationale Meisterschaften ausgetragen wurden.

Das öffentliche Interesse am Wakeboard stieg kontinuierlich an und so war es nicht verwunderlich, das auch das dritte Großereignis in Folge vom IWWF „Cable Wakeboard European Championship“ an die Türkei vergeben wurde, die eigens eine neue Anlage dafür bei Izmit herrichten lies. Allein zur Eröffnungsfeier im Gölkay Park kamen 5.000 Besucher, nicht zuletzt wegen des Auftritts der bekannten türkischen Rockformation maNga, die eine exzellente Show auf der eigens eingerichteten Wasserbühne lieferte.

Was ist unter Wakeboard zu verstehen?

Teil des Wortes ist der Begriff „Wake“, was frei übersetzt soviel wie Kielwelle oder Kielwasser bedeutet und man diese Wellen eines Motorbootes nutzt um auf dem an die Füße geschnallten Brett (board) seitlich zur Fahrtrichtung über das Wasser zu gleiten. Anstelle des Bootes ist lediglich die Seilbahn (cableways) getreten. Da jetzt natürlich die Kielwellen des Bootes fehlen erzeugen die Wakeboarder ihre Wellen selbst in dem sie Hindernisse oder spezielle Spuren, die zu durchfahren sind, anlegen. So sind Biegungen, sogenannte Rocker, und Führungskanäle (Channels) von den Wakeboardern zu meistern, die teilweise hohes körperliches Können erfordern. Auch die Form des Wakeboards (Shape) spielt hier eine beachtliche Rolle.

Bei den Wettkämpfen kommen zusätzlich weitere Hindernisse ins Spiel, so werden Rampen errichtet, über die der Wakeboarder springen muss um anschließend Figuren zu zeigen und wieder in seiner Spur zu gelangen. Durch gezielten Druckaufbau auf sein Board und den Vortrieb des Seilzugs wird der Boarder über das Hindernis gezogen, in die Luft katapultiert und hat nun Zeit für Drehungen (Rolls) und Grabs. Je nach physischem Können des einzelnen Sportlers werden entsprechende Hindernisse eingerichtet und genutzt.

Mittlerweile mit eigenem Verband, dem IWWF, ausgestattet und vom IOC offiziell anerkannt, gibt es ein internationales Regelwerk und eine Schiedsrichterausbildung.

Izmit Open – die Cable Wakeboard European Championships

Noch nie zuvor konnten Millionen von Zuschauern Bilder eines Finales LIVE im Fernsehen auf den Sportkanälen verfolgen. Mit sieben Kameras wurde im Gölkay Park Cable Wakeboard aufgenommen und  pünktlich ging man ab 13:00 Uhr Ortszeit auf Sendung. Bereits nach dem Finale in den Königsklassen Open Men und Open Ladies stand eines sicher fest: die Izmit Open – die Cable Wakeboard European Championship – konnten alle Erwartungen weit übertreffen! … und Izmit stand vom 16.-19. September „Kopf“ – oder zumindest die teilnehmenden Wakeboarder:

Alle Resultate der IZMIT OPEN 2010 im Überblick

Open Men
1.    Mike Kettelapper (NL)
2.    Dominik Gührs (GER)
3.    Steffen Vollert (GER)

Open Ladies
1.    Kirsteen Mitchell (GBR)
2.    Maxime Sapulette (NL)
3.    Denis de Haan (NL)

Juniors
1.    Frederic von Osten (GER)
2.    Declan Clifford (GBR)
3.    Rocco van Straten (NL)

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