Karstquellen Antalya

Eine ganze Abfolge von Karstquellen, Schlucklöchern und Wasserfällen findet man in der näheren Umgebung von Antalya.

Folgt man 11 km nordwestlich von Antalya am Abzweig der Fernstraße nach Korkuteli nicht der neuen Schnellroute nach Burdur, sondern der alten Trasse über Dösermalti, so erreicht man einige Kilometer hinter diesem Ort die beiden großen Karstquellen Kirkgöz (unweit eine gewaltige Karawanserei von 1236) und Piarbasi. Die stark schüttenden Quellen verschwinden bereits hinter dem Wasserverteiler (Regülatör) im Höhlensystem Biyikli Düdeni. Einige der Karstschlünde sind so groß, dass sie einen Strom oder einen See aufnehmen könnten (bis zu 30.000 l/sec.). Diese und andere Karstquellen am Rand des Taurus nördlich und westlich von Antalyahaben durch Ausscheidung von gelöstem Kalk seit 1,5 - 2 Mio. Jahren ausgedehnte, bis zu 275 m mächtige Travertinterrassen (ähnlich wie bei Pamukkale) von 35 km Länge und bis zu 20 km Breite (650 km2) abgelagert, die bis ins Meer reichen.

Von Biyikli fließt das Wasser 14 km unterirdisch, tritt am Varsak Obruk (Riesendoline) kurzfristig an die Erdoberfläche und verschwindet für weitere 2 km, um bei Düdenbasi unter kräftigem Druck erneut ans Tageslicht zu kommen. Das am Regülatör bei Biyikli abgeleitete Wasser wird hier wieder zugeführt und zusammen stürzen dann die Gewässer des Düden Cayi über sehenswerte Kaskaden in eine enge Schlucht im Travertin. Die oberen Wasserfälle (Düdenbasi Selalesi) erreicht man von der nördlichen Umgehungsstraße Antalya) aus über eine kleine Zufahrt (Kizilirmak Caddesi) nordöstlich der Stadt. Die unteren Wasserfälle des Düden Cayi (Düdenbasi Selalesi) stürzen im Südosten der Stadt bei einem kleinen Park unmittelbar an der Küstenstraße nach Lara Plaji von der 20 m hohen Travertinkante ins Meer.

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