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Tersane Alanya - die alte Seldschukenwerft

Tersane Alanya - die alte Seldschukenwerf

Dieser am Fuß der Festung von Alanya wie ein Stück dekorative Spitzenborte angesetzte Bau, südlich des Roten Turms, direkt am Meer, war in alter Zeit ein Marine-Stützpunkt.

Die Decke wurde später zum Schutz angebracht. Das Innere der anno 1227 erbauten Werft war geeignet, den Bau von größeren Kriegsschiffen in völliger Sicherheit und ungestört betreiben zu können. Der aus fünf Galerien bestehende Bau mit 40 x 51 m ist rechteckig angelegt. Die Galerien sind durch vier Spitzbögen miteinander verbunden. Die Wände, das Gerüst und die tragenden Elemente der Werft wurden aus harten, geschnittenen Steinblöcken gebaut, während die Gewölbebögen aus gebrannten Ziegeln bestehen. Die Bögen sind mit Öffnungen für den Lichteinlass versehen. Heute spült das Meer etwa vier Meter in die Galerien hinein. Im Hintergrund sind Kieselsteine aufgehäuft. Die Galerien kann man vom nordwestlich gelegenen alten Hafen aus erreichen.

Der Eingang führt durch eine enge Tür mit einem Halbrundbogen, über dem sich eine teilweise eingerahmte Inschrift befindet. In der oberen Zeile ist das mit Rosetten geschmückte Wappen des Sultans zu sehen. Rechts neben dem Eingang ist ein kleiner Raum, der nach Meinung mancher Historiker als Moschee genutzt wurde.

Andere Theorien besagen, dass es sich um einen Lagerraum handelte. Der mit symmetrisch angeordneten Nischen angeordnete Raum zur Linken soll überwiegend von den Arbeitern der Werft genutzt worden sein. Während der osmanischen Herrschaft wurde in der Ostecke des Werftdaches anstelle der Schießscharten eine Scheidewand aus Ziegeln angefügt, um die dort oben aufgestellten Kanonen den Blicken zu entziehen. Die Seldschuken machten die Werft zu ihrem zweiten Marinestützpunkt nach Sinop und stachen von hier aus in See.

Dieser Werft verdankt Sultan Alaeddin Keykubad seinen Titel "Sultan der Meere".

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