Eine Rundreise durch den vergessenen Priesterstaat Olba

Eine Rundreise durch den vergessenen Priesterstaat Olba

Unsere Rundreise beginnt in Silifke und wird uns durch das Herrschaftsgebiet des vergessenen Priesterstaates, durch die Orte Demircili, Uzuncaburç, Ura/Olba, Canbazli, Adamkayalar, Kanlidivane (Canytelis) Ayas, Kızkalesi und zurück nach Silifke führen. 

1.Tag (Uzuncaburç-Ura/Olba – Canbazlı – Kızkalesi)

Die gut ausgebaute Straße führt von Silifke zunächst entlang des schroffen Gebirgsmassivs in das Taurusgebirge. Nach etwa 7 km erreichen wir das Dorfgebiet von Demircili. Nach der Besichtigung der Nekropolen führt unsere Route weiter in das Gebirge. Nach weiteren 25 km erreichen wir das Plateau von Ununcaburc in ca. 1.184 m ü.M.. Bevor wir nach Uzuncaburc gelangen führt uns ein kleiner Weg linksseitig von der Straße an ein großesMausoleum aus hellinistischer Zeit. In Uzuncaburc (Diokaesarea) besichtigen wir zunächst die alte Kultstätte mir ihren Säulen. Danach fahren wir zur Straße der Gräberstraße (Personal der historischen Stätte von Uzuncaburc nach dem Weg fragen.

Die Nekropolis liegt auf beiden Seiten der Talsenke 500 m nördlich der Stadt. Wir fahren dann weiter auf die Hauptstraße von der wir zur Kultstätte von Uzuncaburc abgebogen sind. Ura oder das einstige Olba liegt 4 km östlich von Uzuncaburç UnsereReise führt uns direkt in das Machtzentrum des Priesterstaates von Olba nach Ura. An dem Schild Olba/Ura treffen wir auf ein großes Aquädukt. Wir durchqueren dasAquädukt und stoßen auf einen ausgedehntes Tal umsäumt von gut begehbaren Hängen mit Resten der verfallenen Stadt bzw. Festungsanlagen. An den Hängen befinden sich die „Priestergräber“.

Wir wenden uns Richtung Osten und erreichen die Ortschaft Yengenli und nach ca. 6 km den Ort Canbazli. In Canbazli besuchen wir direkt an der Straße eine alte Kirche. Wir fahren direkt nach Kizkalesi und suchen und dort ein Quartier. Wir genießen den Abend am Strand in einem der vielen Lokale oder bei einem erholsamen Strandspaziergang.

2. Tag (Kizkalesi – Adamkayalar- Kanlidavine – Merdivenlikuyu – Elaiussa und heilige Grabsgtraße – Korykos/Landburg)

Nach einem zeitigen Frühstück fahren wir von der Post Richtung Norden (Straße nach Hüseyinler). Nach ca. 6 km trifft man auf einige Ruinen und einem Beobachtungsturm auf ein Schild, das auf Adamkayalar/Männerfelsen hinweist. Nach der Überquerung von einigen Ruinen erreichen wir die Teufelssschlucht. Am Rand der Schlucht führt eine Steintreppe in die Tiefe. Der Abstieg in die Teufelsschlucht sollte nur mit gutem Schuhwerk unternommen werden. Der Abstieg der Steinstufen in die Schlucht ist ohne Netz und Boden. Also gute Konstitution und Schwindelfreiheit ist angesagt. Wir besichtigen die Felsenreliefs von Kriegern einer Familie und genießen den Ausblick über das grandiose Teufelstal.

Wir fahren weiter in Richtung der Hauptstraße und biegen zunächst rechts ab. Wir fahren die Straße wenige hundert Meter und biegen dann nach links auf eine der Seitenstraßen (Schotterstraßen) und erreichen talwärts nach wenigen hundert Metern Felsengräber mit Figurendarstellungen. Dieser Weg ist leider nicht ausgeschildert. Wir fahren auf die Hauptstraße zurück Wir fahren auf die Hauptstraße Mersin/Kizkalesi Richtung Mersin. Kurz vor dem Ort Kumkuyu biegen wir von der Hauptstraße in nördliche Richtung (Gebirge) ab. Nach ca. 3 km erreichen wir Kanlidavine (Kanyteileis).

Der antike Ort liegt 3 km nördlich der Hauptstrasse und ist eine bemerkenswerte historische Stätte, deren Spuren in seleukidische, römische und byzantinischen Zeiten zurückreicht. Auf dem Gelände befindet sich eine einfache Lokanta. Einkehren und nach reiner Pause auf Erkundungstour gehen.

Wir fahren die Hauptstraße (Mersin/Kizkalesi) in Richtung Kizkalesi. Kurz vor der Ortschaft Kizkalesi und unmittelbar vor der Landburg sehen wir rechtsseitig ein altes Theater und linksseitig alte Ruinen sowie die Landburg.

Wir besuchen zunächst das Theater und biegen auf der angezeigten Abzweigung nach Kizilbag /Imirzeli ab. Wir gelangen direkt in das Zentrum vom Merdivenlikuyu (früher Ayas). Vor dem Theater befinden sich alte Mosaike.

Vom oberen Rand des Theaters hat man einen fantastischen Ausblick über eine die antiken Bauten der Stadt, die teilweise unter einem Sandhügel liegen. Wir fahren nunmehr zur Dorfmitte.

Von dort führt ein ausgebauter Weg nach Norden in das Dorf Kizilbag, ein anderer Weg nach Osten zwischen den Häusern entlang. Hier stoßen wir auf die heilige Straße zur Nekropolis. Die Nekropolis am Osthang des Hügels, auf dessen Kuppe der Tempel stand wurde wahrscheinlich in hellinistischer Zeit gegründet. Die vermutlich längste Grabstraße der Welt kann in drei Gruppen aufgeteilt. Im Bachtal stehen gut erhaltenen Bauten in Form eines Tempels, am Hang in Richtung der Insel liegen die Felsengräber und an der heiligen Straße findet man Sarkophage und gut erhaltene Tempelgräber. In Elaiussa ist wirklich jedes Tempelgrab ein Kunstwerk. Die Sarkophage beinhalten Inschriften und mythologische Figuren.

Wir fahren zurück (Richtung Meer). Auf der Hauptstraße sehen gegenüber des in Höhe des Theaters die ersten Ruinen des alten Elaiussa. Im Hintergrund sehen wir eine riesige Sanddüne unter der die alte Stadt begraben liegt. Wir gehen an verfallenen Ruinen vorbei und erreichen seeseitig die Dünen. Ein einmaliger Kontrast, hellgelb die Dünen und das blaue Meer. Wir kehren zur Hauptstraße zurück und fahren Richtung Kizkalesi und erreichen kurz vor der der Landburg die alte frei gelegte Ruinenstadt.

Wir fahren die kurze Strecke weiter zur Landburg. Wir kühlen uns zunächst an dem fantastischen Sandstrand im Meer vor der malerischen Kulisse der Burg etwas ab.

Die Landburgbesichtigung danach ist ein absolutes muss. Wir haben einen grandiosen Ausblick durch alte Ruinen der Festung in Richtung Mädchenburg. Außerdem spazieren wir auf alten Mauern – unterhalb in einigen Metern Tiefe das grandiose Meer -.

3. Tag (Mädchenburg und Erholung am Strand)

An diesem Tag ist Erholung (Schlafen, Shopping im Ort, Wassersport, Relaxen am Strand angesagt).

Warnhinweis für Freizeitschwimmer!!!!

Die Wassertiefe des Strandes ist bis ca. 100 Meter von der Strandpromenade in Bauchtiefe gut begehbar. Die nicht begehbare Tiefe zwischen dem Strand und der Mädchenburg beträgt nur wenige hundert Meter. Aufgrund der Strömung und sich verändernden Wellenbewegungen durch das jeweilige Wetter, kann das zu einem tödlichen Unterfangen werden. Der Besuch der Mädchenburg ist am besten auf einem der kleinen Schiffe erreichbar. Ein absolutes muss ist die Erklimmung des linksseitigen „Aussichtsturmes“.

Die türkischen Sicherheitsbestimmungen sehen natürlich kein Gitter oder sonstige Sicherungsmaßnahmen vor. Der „freie“ Rundgang auf dem Turmplateau wird also in der Sicht nicht durch Gitter oder Mauern behindert.

Der Rest des Tages ist durch besondere Freizeitaktivitäten „Bars, Diskos, Faulenzen“ ausgebucht.

4. Tag (Narlikuyu – Cennet-Cehennem)

Wir fahren die Hauptstraße in Richtung Silifke und errreichen nach ca. 10 km das kleine Fischerdorf Narlikuyu. Direkt am Hafen liegt ein kleines Haus/Museum der Drei Grazien (Mosaik). Sehenswert ist auch der kleine romantische Hafen mit ausgezeichneten Fischrestaurants im Schatten von Plantanenbäumen.

Wir fahren zurück zur Hauptstraße und erreichen in nördlicher Richtung die Korikischen Höhlen (Cennet-Cehennem). Es ist nur die Höhle Cennet begebar und wir steigen hinab zur Kapelle der Jungfrau Maria. Ein weiterer Abstieg in den Höhlengrund sollte nur mit gutem Schuhwerk unternommen werden. Achtung Rutschgefahrt!!!

Wir fahren nunmehr 20 km auf der Hauptstraße nach Silifke zurück.

- Detlef Heinzel

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