Eine Wanderung zum Hexentanzplatz von Thale

Eine Wanderung zum Hexentanzplatz von Thale kommend

Wohl ein jeder hat schon einmal davon gehört: Der so genannte Hexentanzplatz ist ein Hochplateau im Harz, etwa 454 m ü. NN, das hoch über dem Bodetal gegenüber der Roßtrappe in Sachsen-Anhalt liegt.

DET_6738.jpg

Von Thale aus führen mehrere Aufstiege zum Hexentanzplatz, der angeblich auch ein altsächsischer Kultort, an dem in der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der sogenannten Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden.

DET_6658.jpg

Wir parkten unser Fahrzeug nahe des Aufstiegs zum Hexentanzplatz an einem Restaurant, das erstaunlicherweise (Corona war immer noch akut) bereits geöffnet hatte, einige Tische im Freien hatte einige Motorradfahrer zum Zwischenstopp veranlasst.

DET_6660.jpg

Zunächst einige Meter entlang der doch stark befahrenen Straße hinauf zum Hexentanzplatz, war dann doch die Ruhe des Waldes vorzuziehen. Und so ging es hinauf, nicht ohne den einen oder anderen Zwischenstopp für ein paar Fotos einzulegen.

DET_6663.jpg

Teilweise auch für Spaziergänger gut ausgebaut, war der Wanderweg dann doch auch mit einigen interessanten Highlights bestückt, die uns begeisterten. Unzählige Wanderer vor uns hatten wohl ähnliche Begeisterung empfunden und diese auch in die Felsen gemeißelt.

DET_6668.jpg

Ein wenig weiter stießen wir auf eine Gruppe von Kletterern, die sich als Familie mit Picknickutensilien ausgestattet, hier an einer Steilwand niedergelassen hatte. Wir verweilten einen Moment, um dann unseren Weg fortzusetzen.

DET_6700.jpg

Der Weg führte auch durch einige Passagen, wo die Felsklippen eng an eng standen, ja sogar ein Teilstück durch einen in den Felsen gehauenen Tunnel führte. So gab es viel Abwechselung und immer neue Fotomotive. Aber schauen Sie selbst, es ist nicht weit bis Thale.

DET_6695.jpg

Übrigens: Interessanterweise wurde der Hexentanzplatz erst nach dem Verbot des heidnischen Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken zum Hexentanzplatz „ernannt“.

harz_6703.jpg 

Der Überlieferung nach wurde der Platz, zur Kontrolle des Verbots, von fränkischen Soldaten bewacht, die von als Hexen verkleideten und auf Besen anreitenden Sachsen verjagt wurden. Ein weiterer alter Kultplatz der Sachsen befindet sich auf dem Brocken.DET_6720.jpg

Bitte lesen Sie auch:

Von Friesland über den Harz nach Halle - Saale
Stolberg - die Perle des Südharzes

Wir empfehlen den Reiseführer Harz
Hier direkt zur Bestellseite: Reiseführer Harz

Barbara Reiter und Michael Wistuba waren mit bestehenden Büchern zum Harz unzufrieden. Sie machten aus der Not eine Tugend und griffen kurzerhand selbst zur Feder. Der Harz ist das höchste Gebirge Norddeutschlands. Er liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In der vierten Auflage unseres Reiseführers »Harz« präsentieren unsere Autoren auf 320 Seiten mit 182 Farbfotos die Region in ganzer Pracht.
Unterwegs mit Barbara Reiter und Michael Wistuba – Harz abseits der Hotspots | Inhaltsverzeichnis mit 14 GPS-Wanderungen | Leseprobe 1: Goslar | Leseprobe 2: Wernigerode | Pressestimmen | Blick ins BuchMichael Müller Verlag, 288 Seiten, 2. Auflage 2015, farbig, 16,90 EUR (D), 17,40 EUR (A), 24,90 CHF, ISBN 978-3-89953-853-3

Geschichte

Kultur

Leben | Outdoor