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Bad Buchau am Federsee – Pfahlbauten im Museum

Bad Buchau am Federsee – Pfahlbauten im Museum

Erneut hatten uns geschäftliche Termine in das kleine Städtchen Bad Buchau am Federsee geführt, wo wir aufgrund ruhigen Verkehrs schon am frühen Nachmittag angekommen waren, so dass uns noch Zeit für einen ersten Rundgang durch den Ort blieb.

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Bad Buchau ist ein Kurort am Federsee in Oberschwaben, der aufgrund seines Moorheilbades und seines Mineralheilbades (Thermalbad) weit über die Region hinaus bekannt ist. Nicht weniger bekannt ist Bad Buchau auch für seine stark vom Judentum geprägte Geschichte als freie Reichsstadt und Reichsstift.

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Neben den namensgebenden Thermalbädern gibt es, ähnlich wie am nahen Bodensee, prähistorische Pfahlbauten, die heute zum UNESCO-Welterbe gehören.

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Direkt am Federsee liegt ein Steinzeitmuseum, das 1968 eröffnete das architektonisch imposante Federseemuseum, erbaut von Architekt Manfred Lehmbruck, an das seit 1999 ein Steinzeitdorf als Freilichtmuseum angeschlossen ist. Das Federseemuseum ist Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums in Konstanz.

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Der Federsee ist eine Moorlandschaft in Oberschwaben, eine der archäologisch fundreichsten in Europa. Jagdlager, Pfahlbauten und Moorsiedlungen aus vorgeschichtlicher Zeit haben sich in dem Moor erhalten. So zum Beispiel befindet sich rund zwei Kilometer südöstlich der heutigen Stadt die so genannte Wasserburg Buchau, eine spätbronzezeitliche Feuchtbodensiedlung.

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Das Federseemuseum in seiner jetzigen Form hat drei Schwerpunkte. Neben der musealen Ausstellung bietet das Museum ein archäologisches Freigelände mit 12 rekonstruierten stein- und bronzezeitlichen Häusern.

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Es werden viele Aktionen angeboten, bei denen man das Leben der vorgeschichtlichen Zeit hautnah kennenlernen kann. Der archäologische Lehrpfad rundet dieses Angebot ab. Das Museum bietet zudem museumspädagogische Angebote (z. B. Projekte für Schulklassen, Kinderwerkstätten, ArchäoTheater und Fahrten mit Einbaum auf dem Museumsteich) sowie diverse Sonderausstellungen.

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Zu den herausragenden Exponaten des Museums gehört ein hölzernes Wagenrad aus dem Jahr 2897 v. Chr. Es hat einen Durchmesser vom 56 cm, ist aus Ahorn-Holz und gehört „zu den wenigen erhaltenen, weltweit ältesten Radfunden“.

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Das Freigelände besteht aus Rekonstruktionen mehrerer prähistorischer Häuser und Hütten. Örtliche Handwerker und Archäologen errichteten sie zwischen 1998 und April 2000 unter Zuhilfenahme von archäologischen Befunden aus Moorsiedlungen und Pfahlbauten des Federseegebietes. Hierzu wurden Materialien der damaligen Zeit (Holz, Lehm, Schilf und Stroh) in der üblichen Bauweise verwendet. Die Pfahlbauten gehören zu den 2011 ins UNESCO-Welterbe aufgenommenen Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen.

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