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Wanderweg entlang der idyllischen Feldaist in Pregarten

Wanderweg entlang der idyllischen Feldaist in Pregarten

Am Beginn unserer für heute geplanten Wanderung in das malerischen Feldaisttal ist die Bruckmühle in Pregarten als unser gewählter Ausgangspunkt heute die Heimat der aktiven Kultur- und Kunstschaffenden sowie der Vereine der Region.

Sie ist das kulturelle Zentrum der Region Pregarten-Hagenberg-Wartberg und der Umlandgemeinden. Die Bruckmühle ist somit ein Kulturproduktionsort, wo Begegnung, Bildung, Kunst und Theater einen besonderen Stellenwert erfahren.

Der Wildbach Feldaist entspringt in Oberrauchenödt

b_450_450_16777215_00_images_wandern_waldaist-1.jpgVom öffentlichen Parkplatz der Bruckmühle waren wir zunächst auf einer schmalen Straße hinab zum Ufer des Flusses Feldaist gewandert, dann folgen wir dem wildromantischen Fußweg, der von steilen Felswänden und rauschendem Wasser gesäumt, durch das idyllische Feldaisttal führt. Uns auffällig erschien an dieser Stelle bereits eine Warntafel im Garten eines Anwohners: Der Hund ist zutraulich und vertrauenswürdig, auch wenn er bellt. Aber vor dem Grundstückseigner wird gewarnt!

Überhaupt ist die Felsaist ein nur 52 Kilometer langer Fluss, der in der Nähe der Kirche St. Michael in Oberrauchenödt (in der Gemeinde Grünbach) in einer Seehöhe von 880 Metern entspringt. Die Feldaist fließt in einem nordwestlichen Bogen nach Rainbach. Im Gegensatz zur östlich gelegenen, nur geringfügig längeren Waldaist hat die westlich gelegene Feldaist keine Quellflüsse.
Der sich anschließende Abschnitt des Tales bis Freistadt nennt sich Thurytal, verläuft dann weiter in südlicher Richtung, vorbei an Kefermarkt und Pregarten, und vereinigt sich bei Hohensteg in der Gemeinde Schwertberg mit der Waldaist zur Aist, die dann schließlich in die Donau mündet.

Felsensteiner Kapelle, Klausmühle und Kriehmühle

b_450_450_16777215_00_images_wandern_waldaist-2.jpgDer sich anschließende Abschnitt des Tales bis Freistadt nennt sich Thurytal, verläuft dann weiter in südlicher Richtung, vorbei an Kefermarkt und Pregarten, und vereinigt sich bei Hohensteg in der Gemeinde Schwertberg mit der Waldaist zur Aist, die dann schließlich in die Donau mündet.

Schnell sind wir in ursprünglichem Gelände, mal geht es hinauf über knorrige Wurzelstöcke des dichten Waldes, dann wieder über steinige Passagen hinab zum Fluss. Wir passierten zunächst die Klausmühle, dann ging es vorbei an der ehemaligen Notmühle, wir überquerten den Fluss über den Jahnsteg und weiter Flußabwärts folgten wir der Beschilderung nach Silberbach. Der Name Notmühle stammt wohl daher, das selbst bei geringer Wasserhöhe in dieser Mühle noch gemahlen werden konnte, denn die Anlage dieses Wehrs war besonders günstig und konnte selbst mit Restwasser noch betrieben werden konnte. Die Notmühle hatte drei Mahlgänge und sogar auch eine Plochsäge.

Hin und wieder wird es ruhig, die Feldaist merklich langsamer.

b_450_450_16777215_00_images_wandern_waldaist-3.jpgVon Silberbach wandern wir über offenes, aussichtsreiches Gelände in Richtung Giemböcksiedlung und weiter Richtung Hohensteg. Kurz vor Hohensteg führt wieder ein Steg über die Feldaist - ein Wiesenweg bringt uns zur schönen Felsensteiner Kapelle. Wir wandern nach Altenhaus und weiter ins wildromantische Feldaisttal, daß zurecht den Namen "landschaftliche Perle" trägt. Hinweisschilder zum Jungfernsprung bringen uns zum Ufer der Feldaist zurück, wo entsprechend der Mythologie sich ein Mädchen aufgrund unerfüllbarer Liebe das Leben genommen haben soll.

Burganlage Neuaist doch älter als das Pendent Altaist

b_450_450_16777215_00_images_wandern_waldaist-4.jpgAuf einer von der Feldaist umflossenen Bergkuppe liegen die spärlichen Überreste einer Burg, der Burg Neuaist. Der ursprünglich durch zwei Abschnittsgräben gesicherte Burgstall befindet sich am linken Ufer der Feldaist, gegenüber der Kriehmühle in der Gemeinde Pregarten. Sondierungen durch Alfred Höllhuber haben hier Keramikfunde aus dem 11. Jahrhundert erbracht (Zeithorizont ca. 1000–1250 mit Schwerpunkt auf der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts); daher ist die Vermutung naheliegend, dass Neuaist älter ist als die Burg Altaist. Am Burgfelsen und am Abhang kamen auch neolithische Fundgegenstände zum Vorschein. Auf den Felsblöcken im Fluss finden sich Einstemmungen für eine Holzbrücke. Die bedeutende Anlage steht allerdings nicht unter Denkmalschutz, wohl aufgrund der eher spärlichen Überreste.

Wir sind am Ende des Feldaisttales angekommen und froh, diesen Ort kennen gelernt zu haben. Eine traumhafte Kulisse hat uns über viele Kilometer begleitet und ein wunderbares Schauspiel des Lichts geboten. Allein die Spiegelungen der Uferbewaldung sind den Weg wert.

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