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Camper am Thermalbad Pozar Loutraki Aridea

  • Geschrieben von Portal Editor
Camper am Thermalbad Heilquelle Pozar Loutraki Aridea

Auch das kommende Wochenende deutete wieder wolkenlosen Himmel und damit sehr angenehme Tagestemperaturen an, so machte Toni vom Camperstopp Zampetas in Thessaloniki den Vorschlag, doch am Samstag in die Bergregion von Orma zu fahren.

Schon einige Male hatte Toni von den dortigen heißen Heilquellen Pozar Loutraki Aride aberichtet, das in teilweise natürlichen Becken direkt neben dem Flusslauf als Thermalbad genutzt wird. Somit hatten wir gemeinsam mit Sven den Entschluss gefasst, auch zum Thermalbad zu fahren, eine absolut lohnenswerte Tour, die wärmsten, im Wort Sinne, weiter empfohlen werden kann, zumal es einen getrennten Platz für Camper gibt, der sogar über Strom verfügt.

Vom Camperstopp Zampetas bis zu den Thermalquellen sind exakt 132 Kilometer zu fahren, so bietet sich in der Umgebung auch der Besuch der Wasserstadt Edessa sowie der Besuch der antiken Hauptstadt Makedoniens Pella an. Für den kulturhistorisch interessierten Camper sei gesagt, das es weitere antike Stätten in der Region gibt. Aus dem relativ flachen Küstengebiet um Thessaloniki fahren wir kurz vor Edessa von der 4-spurigen Schnellstraße ab in Richtung Orma, einem ebenfalls besuchenswerten Örtchen auf bereits 160 Metern Höhe über NN mit engen Dorfgassen und vielen kleinen Restaurants, das einmal gute Zeiten als touristisches Ziel genossen haben muss. Wir fragen hinsichtlich des Thermalbads nach, da wir es fälschlicherweise im Dorf Orma selbst vermuteten, müssen dann allerdings noch einige Kilometer weiter Richtung Grenze zu Mazedonien fahren.

Es ist ein herrlicher Herbsttag, der uns am Thermalbad empfängt, die Blätter der üppigen Laubwälder spiegeln das Sonnenlicht in den herrlichsten Farben wieder. Fast schon kommt man ins träumen. Das Thermalbad zeigt sich als riesige Anlage mit verschiedensten Badebecken als Pool, als natürliche eingefasste Felsbecken zu denen das heiße Wasser in abgedeckten Rinnen geleitet wird. Natürlich gibt es ein Restaurant sowie verschiedene Cafe Terrassen, denn jetzt am Wochenende ist das Bad sehr gut besucht. Viele Menschen kommen nicht allein zum Baden, was übrigens fast überall kostenlos ist, sondern auch zum Wandern in die herrliche Bergwelt der Umgebung, so gibt es einige Wanderwege, die am Flusslauf entlang auf die Hochflächen führen. Umgehend beschließen wir, zu einem späteren Zeitpunkt für einige weitere Tage hierher zu kommen, zu sehr locken die möglichen Wanderrouten ins Grenzgebiet zu Mazedonien.

Doch jetzt genug der Vorgespräche, das heiße Wasser des Thermalbades lockt doch zu sehr. Also Badehose an, ein Handtuch eingepackt und schon geht es los. Wir finden ein fast leeres Becken direkt am Ufer des eiskalten Baches und liegen schon wenig später im etwa 70 Zentimeter tiefen, doch sehr angenehm warmen Wasser des Beckens. Der Boden besteht aus Feinsand, von ausgewaschenen Steinen eingefasst, die ebenfalls eine sehr angenehme Wärme ausstrahlen. Kein Wunder also, dass wir uns für Stunden in dem Becken aufhalten. Hin und wieder kommen dick eingepackte Besucher ans Becken, die nicht verstehen, das es nicht das kalte Flusswasser ist, in dem wir baden, sondern warmes Thermalwasser. Kein Wunder bei der unmittelbaren Nähe. Die heilenden Eigenschaften des Wassers werden bei Erkrankungen des Kreislaufsystems, der Atemwege, Rheuma, gynäkologischen und Hauterkrankungen empfohlen. Es wird auch darauf hingewiesen, dass Trinkkuren für Krankheiten: Leber, Niere, Galle, Magen und Harnwege, eine heilende Wirkung haben.

In der Umgebung des Bades ist noch gut zu erkennen, welch florierender Betrieb hier einmal geherrscht haben muss, so gibt es einige Gästehäuser, ja, sogar ein kleines Hotel, das in den Berg hinein gebaut wurde. Hier ein wirtschaftlich orientiertes Konzept und die gesamte Anlage könnte der Besuchermagnet der Region sein, von dem Viele profitieren. Nun ja, vielleicht sind es einmal mehr die Camper, die für weitere Verbreitung der Bademöglichkeiten international sorgen und damit wieder einmal etwas Bewegung für die lokale Entwicklung fördern. Wir können jedem Camper nur eine Empfehlung für die wirklich interessanten Optionen hier vor Ort geben. Kommen Sie, es lohnt sich! Auch im November Baden unter freiem Himmel.

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