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Nach Erkundung von Argilos - Der Löwe von Amphipolis

  • Geschrieben von Portal Editor
Nach Erkundung von Argilos - Der Löwe von Amphipolis

Nach kurzer Erkundung von Argilos, ein kräftiger Regenguss hatte die Wege komplett aufgeweicht, so das es extrem schlammig war, ging es weiter in Richtung Amphipolis, wobei wir zunächst die moderne Via Egnatia - die Autobahn Richtung Kavala und Alexandroupolis - unterqueren mussten.

Wenig später hatten wir bereits ein weiteres Zwischenziel, das mächtige Löwen Monument von Amphipolis erreicht.

Wahrscheinlich stammt der Marmor Löwe aus dem 4. Jahrhundert vor Christus und diente einst als Grab Monument im nahen Amphipolis. Wie er in die Umgebung des heutigen Aufstellung Ortes gelangt ist, bleibt weiterhin ein Rätsel. Griechische Soldaten,  die während des zweiten Balkankrieges in dem Gebiet lagerten, hatten erste Segmente dieses Monumentes im Jahr 1912 gefunden. Einige Jahre später, im Jahr 1916 während des Ersten Weltkriegs, entdeckten englische Soldaten weitere Segmente, die wesentlich größer als zuvor gemachten Fundstücke waren.

Als man in den 1930er Jahren einen Teil des Kerkini Sees in der Nähe trocken legte, gab es die Entdeckung einer alten Brücke und ganz in der Nähe im Schlamm des Flusses weitere sehr große Stücke des Löwen. Möglicherweise hatte man versucht, den Löwen von seinem ursprünglichen Standort zu entfernen. Im Jahr 1937 und dank des US-Botschafter in Griechenland zu der Zeit, Lincoln MacVeagh, gab es eine private Initiative mit Unterstützung und Mitteln der griechischen Regierung, den Löwe von Amphipolis wieder herzustellen. Der gesamte Restaurationsprozess wurde von Oscar Broneer in seinem Buch "Der Löwe von Amphipolis" genau beobachtet und im Jahr 1941 schriftlich dokumentiert.

Nach Auffassung des Archäologen Dimitris Lazaridis wurde das Monument zu Ehren des Laomedon von Mytilene, einem wichtigen Admiral von Alexander dem Großen hergestellt und es wird angenommen, dass es zunächst auf der Oberseite des kürzlich aufgefundenen Kasta Grabes stand. Die Figur des Löwenkörpers hat eine Höhe von 4 Metern, allein der Kopf hat eine Breite von 2 Metern, komplett aus Marmor gefertigt, was auf hohe Handwerkskunst verweist. Mit seinem jetzigen Sockel von weiteren 4 Metern, kommt insgesamt eine Höhe von 8 Metern zustande. Imposant und mächtig, wo mag sein ursprünglicher Standort gewesen sein?

Dem Löwen fehlt auch die Zunge und so sind einige Wissenschaftler der Meinung, dass damit angedeutet werden soll, dass niemandem die Identität des Toten im Grab offenbart werden wird. Sicherlich ein Gemenge aus Erzählung und Mythologie, aber wer weiß. Vielleicht ergeben weitere Erkundungen der Kasta Grabstätte neue Erkenntnisse.

Koordinaten: 40°48'11.1"N 23°50'32.7"E 40.803080, 23.842422

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