Und wieder ein Camper auf dem Weg in den Iran

Und wieder ein Camper auf dem Weg in den Iran

Was wir zunächst für ein wirklich einmaliges Unterfangen eines jungen Paares mit zumindest unbestimmten Ausgang hielten, zeigt sich mittlerweile fast wie eine Mode Erscheinung: die Camper Tour in den Iran.

Allein, wir hatten in den letzten Monaten 7 Begegnungen mit Campern auf dem Weg in den Iran, was die Einmaligkeit Ad Absurdum werden lässt. So auch die Begegnung mit Udo, der sich ein ausgedientes Feuerwehrfahrzeug zum Wohnmobil umgebaut hat und jetzt auf dem Weg ist.

Wir hatten Udo erstmalig an der Bergstation Priona am Olymp getroffen, wo er sich ausgiebig mit Andrea und John unterhalten hatte, derweil wir die Wandertour gegangen waren. Schon am kommenden Tag gab es ein erneutes Zusammentreffen am Rapsani Olympus Camperstopp, dann erneut am Camperstopp Zampetas in Thessaloniki. Kein Wunder also, das man sich mehrfach zusammensetzte und über viele Details seiner Erlebnisse sowie auch der zukünftigen Ziele unterhielt. Natürlich konnten wir auch den einen oder anderen Hinweis geben, denn Udo´s Reiseroute verläuft in großen Teilen parallel zu unserer Tour im Rahmen der Projektarbeit.

Udo lebt normalerweise in Spanien, hat sich aber in den letzten Jahren auf die ausgedehnte Tour in den Iran vorbereitet, in dem er zunächst das ausgediente Feuerwehrfahrzeug vom Typ Mercedes-Benz 709 Doppelkabine LF8 Pumpe 5-Gang gekauft für einen günstigen Preis gekauft hat, um es dann entsprechend seinen Vorstellungen auszubauen. Lediglich 14.000 Kilometer hatte das Fahrzeug auf dem Tacho, was nun wirklich keine Fahrleistung für den 86 PS starken Dieselmotor ist. In der Form als Doppelkabine waren uns schon weitere Ausbauten zum Camper Wohnmobil aufgefallen, die teilweise aber auch "aufgestockt" waren. Pauls Fahrzeug war soweit im Originalzustand, was im Innenraum nur 1,50 Meter Raumhöhe, also keine Stehhöhe, bedeutete. Überhaupt waren fast alle Originalteile im Außenbereich des Fahrzeugs erhalten, womit eine Sonderzulassung (siehe Kennzeichen) erfolgen konnte, was Steuern und Versicherungsprämie in Grenzen hält. Natürlich mussten die Einsatzlichter nicht nur stillgelegt sondern auch verkleidet werden, was auch für die Sirene gilt.

Der Ausbau erfolgte dann in Sandwichbauweise, so das zumindest auch eine gewisse Wärmedämmung vorhanden ist. Hinter den Rollläden sind die Einbauelemente gut zu erkennen. Der Innenraum enthält alle Nutzflächen, die es für eine längere Reise Bedarf, so gibt es eine Nasszelle, eine Küche, die Sitzgelegenheit in der Doppelkabine und die Schlafkammer im hinteren Bereich des Fahrzeugs. Es gibt eine Solaranlage, die das Brauchwasser erhitzt, so das auch kontinuierlich warmes Duschwasser zur Verfügung steht.

Weitere Details ließen auf viele Gedanken zum Ausbau schließen, den Udo dann in Eigenregie vorgenommen hat.

Von Thessaloniki will Udo zunächst nach Istanbul fahren, um dort mit seiner Schwester zusammen zu treffen. Dann ist die Weiterfahrt an die Ägäis geplant, da Udo sich auch die antiken Städte wie Efesus, Priene, Nysa und Pergamon anschauen möchte. Später wird es dann nach Zentralanatolien gehen, da der Südosten der Türkei natürlich momentan zu unsicher erscheint. Sein Visum für den Iran hat Udo bereits, so das diesbezüglich keine weiteren Vorbereitungen mehr notwendig sind.

Wir wünschten ihm bei seiner Abfahrt alles erdenklich Gute und hoffen auf eine interessante Reise mit der ein oder anderen Mail von ihm.

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