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Ein stimmungsvoller Abend in Budapest - Loreena McKennitt

  • Geschrieben von Portal Editor
Ein stimmungsvoller Abend in Budapest - Loreena McKennitt

Fast schon ist es eine Ewigkeit her, das Loreena McKennitt im September 2006 ihre drei legendären Konzerte in der Alhambra von Granada gab, die vom amerikanischen Fernsehsender Public Broadcasting Service aufgezeichnet und als Konzertmitschnitt auf DVD veröffentlicht wurden.

Ein sehr bedeutsamer Ort für die Musikerin aus Kanada, zeichnet sich Ihre Musik besonders auch in den neueren Alben durch mystisch beeinflusste Texte aus, die mit der Musik von traditionellen Instrumenten gepaart ist.

 

Die Alhambra – ein Kunstwerk der maurischen Baukultur

b_450_450_16777215_00_images_kultur_musik_loreena-1.jpgDie Alhambra in Granada ist eine bedeutende Stadtburg auf dem Sabikah-Hügel, die als eines der bedeutendsten Beispiele des maurischen Stils der islamischen Kunst gilt. Gerade hier auch ihre Verbindung zur keltischen und orientalischen Kultur zu zeigen, gehört wohl zu den Höhepunkten ihres Lebens. Die Alhambra ist bis heute eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und seit 1984 Weltkulturerbe der UNESCO. Die Burganlage ist etwa 740 m lang und bis zu 220 m breit. Im Osten ist ihr der Sommerpalast Generalife vorgelagert.

Als Vorbereitung für das auf das Alhambra-Konzert folgende Album „An Ancient Muse“ unternahm sie Forschungsreisen in die Türkei, Griechenland sowie China und die Mongolei, wo wir das Vergnügen hatten, Loreena McKennitt persönlich kennen zu lernen. Am 17. November 2006 erschien dann das Album. Die Konzerte der dann folgenden gleichnamigen Europa-Tournee im Frühjahr 2007 waren vielerorts ausverkauft. Im November 2010 erschien das Album „The Wind That Shakes the Barley“, eine Sammlung irischer Folksongs. Dieses Album ist auch der Schwerpunkt der beiden Europa-Tourneen im Frühjahr und Sommer 2012.

 

Musikalische Ausrichtung auf die Kelten Wanderungen

b_450_450_16777215_00_images_kultur_musik_loreena-2.jpgDominierend sind hierbei traditionelle irische bzw. keltische und orientalische Motive, die nicht allein auf ihre Herkunft aufgrund ihrer irischen und schottischen Vorfahren zurück zu führen sind. Es ist vielmehr auch das grundsätzliche Interesse am Volksstamm der Kelten, die auf ihren Wanderungen von Irland kommend bis in die Region um Ankara in der heutigen Türkei zogen. Auch wir hatten dazu recherchiert und hier veröffentlicht. Mit ihrem Album „A Midwinter Night’s Dream“ bekennt sich Loreena McKennitt allerdings auch zu ihren religiösen Wurzeln, indem sie christliche Texte und Hymnen interpretiert. Loreena McKennitt verarbeitet in ihrer Musik aber auch traditionelle und klassische Themen. So vertonte sie z. B. Werke wie „The Lady Of Shalott“ von Alfred Tennyson, „The dark night of the Soul“ des Johannes vom Kreuz und „The Highwayman“ von Alfred Noyes sowie mehrere Texte von William Shakespeare.

In ihrer Musik verwendet Loreena McKennitt Stilelemente wie modale Tonarten, quintparallele Stimmführung oder Bordun-Töne sowie typische Rhythmen und Instrumente insbesondere aus dem „celtic folk“: sie erreicht damit eine archaisierende Wirkung. Auf den Alben „The Mask and Mirror“, „The Book of Secrets“ und „An Ancient Muse“ finden sich verstärkt Einflüsse spanischer und orientalischer Musik (insbesondere des Sufismus). Loreena McKennitt spielt mehrere Instrumente, u. a. auch Klavier, Harfe und Akkordeon.

Und jetzt Budapest in der László Papp Sportarena Budapest

b_450_450_16777215_00_images_kultur_musik_IMG_20190329_223916.jpgEine letzte Begegnung liegt mittlerweile auch schon wieder einige Jahre zurück, als wir auf dem Balkon des Konzerthauses mit Blick auf den Zürichsee ein Interview mit Loreena McKennitt anlässlich Ihres dortigen Konzertes führen konnten, jetzt sollte die Sportarena in Budapest Ziel unseres Konzertbesuchs werden. Von Wien aus lediglich 240 Kilometer, also los.

Die Papp László Budapest Sportaréna ist eine Mehrzweckhalle auf einem großen Gelände zusammen mit dem Nationalstadion Puskás Ferenc Stadion, der Freiluft-Eisarena Kisstadion, dem Velodrom Millenáris Sportpálya und dem SYMA Sport- und Veranstaltungszentrum. Mit seiner maximalen Zuschauerkapazität von 15.000 Plätzen ist sie die größte Sport- und Veranstaltungshalle des Landes. Wir waren gespannt, ob der Akustik, später dann doch überrascht, wie ihre modalen Tonarten, quintparallele Stimmführung und Bordun-Töne sowie die typische Rhythmen und Instrumente wohl mit der Akustik einer Mehrzweckhalle klar kommen würden. Aber die Technik macht vieles möglich.

So war die Halle gut gefüllt, das Publikum sehr auf die Musik konzentriert, so wie es eben bei den Konzerten von Loreena McKennitt üblich ist. Vertieft in ihre supertolle Stimme, super Musiker in der Begleitung, die alle absolute Könner sind. Perfekt. Kein Foto sollte die die Stimmung stören, Fotos also nur vor dem Konzert. Nun gut, aber nur Eins.

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