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Auf dem Weg nach Feuerland - Zwischenstopp am Ohridsee

Auf dem Weg nach Feuerland - Zwischenstation am Ohridsee

"Hey und hallo, wir sind Luisa aus Freiburg und Kevin aus Emmendingen unterwegs nach Feuerland", so stellten sich unsere beiden Campingnachbarn am Ohridsee vor, als sie nach ihrer Ankunft auf einer Honda Africa Twin und dem Aufbau ihres Zeltes den obligatorischen Begrüßungskaffee und den dazugehörigen "Schnaps" auf dem Campingplatz Rino erhalten hatten.

Im Sommer 2014 hatten sich Luisa und Kevin kennen gelernt, als Kevin längst schon am Planen einer Weltreise war, von der Luisa seit mindestens fünf Jahren schon geträumt hatte. Mit Beginn des Jahres 2015 hatten sich die Beiden dann entschieden, diese Reise gemeinsam anzutreten. So sollte es dann über den Balkan bis nach Thessaloniki auf der eigenen Maschine und mit eigener Ausrüstung gehen, die dann wieder zurück nach Deutschland geschickt werden soll. Neben der Honda Africa Twin zählt ein kleines Zelt, zwei allerdings gute Schlafsäcke und ebensolche Isomatten zur spärlichen Ausrüstung der beiden Weltreisenden, die in zwei selbst gefertigten Alukoffern am Motorrad mitgeführt werden. Noch ein paar Klamotten, dazu möglichst wenig sonstigen Schnickschnack und die Tour konnte beginnen.

Von Thessaloniki soll es dann zunächst per Flugzeug nach Indien gehen, wo bereits Kontakte zu einheimischen Motorradfahrern bestehen, die beim Kauf eines gebrauchten Royal Enfield Motorrads helfen sollen. Danach sind ausgiebige Touren durch Indien und Nepal geplant, nach deren Ende das Motorrad wieder veräußert werden soll. Nach Indien wird es Richtung Vietnam gehen, wo dann zwei kleinere Enduros zur Landeserkundung angeschafft werden sollen. Dies sind nur die ersten Zwischenstationen der beiden Reisenden, deren Fernziel wie gesagt Feuerland ist.

Wir hatten Luisa und Kevin zum Frühstück eingeladen und dabei viele weitere Details ihrer Tour besprechen können, auch, wie toll sich bislang alle über das Internet getätigten Verabredungen und Übernachtungsmöglichkeiten als positiv herausgestellt hatten. Gastfreundliche und hilfsbereite Menschen sind doch nicht so selten wie man vielerorts denkt. Aber man muss auf der anderen Seite auch durchaus bereit sein, auf den Komfort und viele Annehmlichkeiten auch zu verzichten, allein schon was die Abhängigkeit vom Wetter angeht. Nichts für Regen scheuende Menschen, die sich lieber dann ins warme Federbett zurück ziehen.

Luisa und Kevin machten allerdings auch nicht den Eindruck, das sie sich der anstehenden Strapazen und Bedingungen nicht bewusst wären, keine weltfremden Träumer. So waren viele ihrer Schritte im Verlauf des Jahres soweit zumindest vorbereitet, dass bestimmte Anfahrtspunkte schon bekannt waren. Überraschend für viele mag auch sein, das sich während einer Reise sehr oft neue Möglichkeiten ergeben, mit denen man nun wirklich nicht rechnen konnte. Zu gut können wir diesen Punkt aus eigener Erfahrung nur bekräftigen.

Natürlich ziehen wir die Möglichkeit in Betracht, den frischen Kontakt beizubehalten, ihn vielleicht sogar auszubauen. Wir werden sehen. Nach einigen wunderschönen Herbsttagen am Ohridsee ist heute alles grau in grau, leichter Regen setzt ein als die Beiden sich nach dem Frühstück auf den Weg machen. Nach Meteora steht als nächstes Ziel Thessaloniki an, von wo aus Motorrad und Teile der Ausrüstung nach Deutschland zurück transportiert werden sollen.

Vielleicht treffen wir uns wieder. Warum nicht bei Zampetas, der uns nun schon einige Male als Treff- und Anfahrtspunkt gedient hat. Wir werden sehen!

Zum Blog von Luisa und Kevin

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