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Rize - Tee-Stadt am Kaçkar-Gebirge

  • Geschrieben von Website Editor
Rize - Stadt und Kaçkar-Gebirge

Rize ist eine nordosttürkische Stadt am Schwarzen Meer am Fuße des Kaçkar-Gebirges, des östlichsten und höchsten Teils des Pontischen Gebirges auf zwischen 80 und 160 Metern über dem Meer.

Aufgrund des Filmes „Bal-Honig”, der bei der Berlinale im Jahr 2010 einen der Preise gewann, hat sich der Bekanntheitsgrad dieser ansonsten nur durch den Teeanbau bekannten Stadt dem Tourismus geöffnet. Der Film des Regisseuren Semih Kaplanoğlu handelt von einem kleinen Jungen, der mit seinen Eltern in den Bergen im Nordosten der Türkei lebt. Sein Vater ist Imker, der sich in eine andere Gebirgsregion begibt, um seinen Bienenstöcke aufzubauen. Als dieser nicht mehr zurückkehrt, macht sich der kleine Junge auf die Suche nach seinem Vater.

Rize ist der perfekte Ort für alle Arten von Touristen, denn neben dem Strandurlaub bietet Rize abenteuerliche Aufenthalte in den Bergen sowie zahlreiche Kulturstätten. Die Burg von Rize (Rize Kalesi) befindet sich in der Innenstadt und ist das historisch älteste Bauwerk der Stadt. Sie wurde um 550 n.Chr. zum Schutz gegen die Perser gebaut. Die wunderschönen Gärten in der Burg sind ein geeigneter Treffpunkt für Familie und Freunde. Bei herrlichem Blick auf die Stadt können Sie hier in Ruhe Ihren Tee genießen.

Auch ein Atatürk Museum wurde 1984 in Rize gegründet. Im September 1924 begab sich Atatürk für einige Monate auf eine Reise im Rahmen seiner später legendär gewordenen „Herbst-Reisen”. Während dieser Reise besuchte er die Schwarzmeer-Provinz. Auf dem Weg dorthin kam er am 17. September 1924 mit seiner Frau und einigen Abgeordneten in Rize an. Er wurde von den Einwohnern mit Freude empfangen. Das Mehmet Mataraci Haus, in dem er einen Tag in Rize verbrachte, wurde später von dem Eigentümer Mehmet Mataraci an seinen Neffen Osman Mataraci weitergegeben. Zum 100-jährigen Gedenktag Atatürks, spendete Osman Mataraci dieses Haus an die Behörden in Rize, um es als Atatürk Museum zu verwenden. 1984 baute das Kulturministerium in Rize es in ein Museum um und öffnete es für Besucher. Ein Teil dieses Hauses wird heute als Kulturzentrum genutzt. Dort kann man unter anderem Fotos von Atatürk und seinen Begleitern betrachten sowie Artikel lesen, die er selbst verfasst hat.

Die Stadt Rize zeichnet sich durch eine Vielzahl eigener Traditionen aus. Typische Instrumente der Stadt sind „Tulum”, eine Sackpfeife (ähnlich dem Dudelsack) und die „Kemençe”, zwei gestrichene Kastenhalslauten. Der Volkstanz „Horon” enthält Elemente des griechischen und persischen Tanzstils. Besonders beliebte Souvenirs sind handgestrickte Wollstrümpfe und Schals, ebenso wie Seidentücher. Obwohl die türkische Küche im allgemeinen viele Delikatessen aufweist, so unterscheiden sich die einzelnen Städte dennoch durch ihre ganz eigenen Spezialitäten. Im Fall von Rize ist es ein Maisbrot, „Mıhlama” und „Kuymak” (eine aus Butter und Käse gemischte Spezialität), die mit Brot verzehrt werden kann, Reis mit Hamsi (eine Art Sardelle), Braten und Pide, Weißkohlrollen, „Laz Böreği” (süßes Gebäck aus Blätterteig). Und was wäre Rize natürlich ohne den köstlichen Tee und den berühmten Honig von der Anzer Yaylası?

Anzer Yaylası liegt im Dorf Balliköy und bedeutet „Honigdorf”. Neben der Almwirtschaft, die hier betrieben wird, dient der Ort auch als Erholungsgebiet. Der Honig, den man in Anzer erhält, ist nicht nur in der Türkei einzigartig, sondern weltweit. Er ist vor allem wegen seiner gesundheitlichen Wirkung beliebt. In Anzer kümmern sich die Dorfbewohner vorrangig um die Bienenhaltung und die Nutztierhaltung und produzieren daraus Milchprodukte wie Käse und Butter. Außerdem ist der Ort für die Vielfalt seiner Pflanzen begannt. Man kann von April an bis zum Anfang des Winters nach Anzer fahren. Es bestehen Übernachtungsmöglichkeiten in einzigartigen Dorfhäusern und in den Lokalen und in den kleinen Restaurants werden lokale Spezialitäten serviert. Besonders einladend ist der Ort für Wanderer, die neun verschiedene Kraterseen entdecken können oder Menschen, die von dem Stadtgetümmel fliehen wollen und ruhige Tage verbringen möchten. Anzer ist auch bekannt für sein rötliches Wasser, das einer Legende entsprechend heilsame Kräfte haben soll.

Die Grenze zu Georgien ist etwa 100 km entfernt. Heute ist die Umgebung der etwa 80.000 Einwohner großen Provinzhauptstadt Zentrum des türkischen Teeanbaus. Über 60 % der nicht unbeträchtlichen türkischen Gesamtteeernte (immer hin 6 % der Weltteeproduktion) wird in diesem Gebiet erzielt. Das gemäßigte Klima dieser Region ist äußerst regenreich mit jährlichen Niederschlagsmengen von bis zu 4000 mm pro Quadratmeter und Jahr.

Bevölkert wird die Gegend vor allem vom südkaukasischen Volksstamm der Lasen, der schon im 16. Jahrhundert vom griechisch-orthodoxen Glauben zum Islam übertrat und heute überwiegend gut in das türkische Staatsgefüge integriert ist.

In Rize wurde der seit März 2003 amtierende Ministerpräsident der Türkei Recep Tayyip Erdoğan geboren.

KAÇKAR Berge Nationalpark

Das National Park Gelände kann man von der Kreisstadt Çamlihemsin über eine 16 km lange Landstraße erreichen.

Westlich der Kaçkar Berge liegt zwischen dem Firtina Fluss und dem Hemsin Fluss im Osten die Ebene von Rize  mit reichhaltigen Flora und Fauna bedeckt. Hier findet man die in der Türkei einzigen Stellen, wo Rhodendronbüsche die 3000 m Höhe erreichen kann.

In den Wäldern der Kaçkar Berge leben heute noch Wölfe, Bären, Wildschwein, Fuchs, Hirsch, Steinmarder, Schakal, u.a.

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